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Hitze begünstigt Bildung von Harnsteinen

Dienstag, 22. Juli 2014

Hamburg – Vor Nierensteinen während der Sommermonate warnen die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU). Die Steine zählen in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Fast jeder zwanzigste Bundesbürger ist einmal oder mehrfach im Leben betroffen. Zunehmendes Übergewicht in der Bevölkerung lässt die Tendenz steigen. Die Steine machen keine Beschwerden und bleiben oft unentdeckt, solange sie in der Niere sind. Verlassen sie jedoch die Niere und gelangen in den Harnleiter, verursachen sie eine äußerst schmerzhafte Kolik.

Mit steigenden Temperaturen nimmt laut Fachgesellschaft und Berufsverband Sommer für Sommer die Zahl der Harnsteinerkrankungen drastisch zu: Hitze, verstärktes Schwitzen und unzureichendes Trinken begünstigten die Nierensteinbildung. DGU und BDU raten in der aktuellen Hitzeperiode deshalb, deutlich mehr zu trinken.

Das gelte besonders für Patienten mit Harnsteinen in der Vorgeschichte, denn das Risiko, einen weiteren Stein zu entwickeln, verdopple sich mit jedem Steinereignis. „An heißen Tag geht von der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge ein großer Anteil über Atmung und Schwitzen verloren“, erläutert Thomas Knoll, Vorsitzender des DGU-Arbeits­kreises Harnsteine.

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Herzgesunde sollten daher schon bei normalen Temperaturen und durchschnittlicher körperlicher Aktivität circa zwei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken. Richtwert für die richtige Trinkmenge sollte die Urinfärbung, aber auch die Urinmenge sein. Im besten Fall sei der Urin wasserklar. „Es ist schwierig, die optimale Urinmenge festzu­legen. Bei fünf Mal täglichem Wasserlassen mit jeweils 400 Milliliter Urinmenge ergibt sich als durchschnittlicher Richtwert eine 24-Stunden-Ausscheidung von etwa 2.000 Milliliter“, so Knoll.

Bei großer Hitze sollte die Trinkmenge deutlich höher sein. „Mindestens 100 mL Flüssigkeit sollte dem Körper pro Stunde zugeführt werden, um Nierensteinen effektiv vorzubeugen“, empfiehlt Knoll.

© hil/aerzteblatt.de

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