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Ärzteschaft

Leberstiftung plädiert für Hepatitis-Screening

Dienstag, 22. Juli 2014

Berlin – Die Deutsche Leberstiftung fordert ein regelmäßiges und umfassendes Screening auf Hepatitis für bestimmte Risikogruppen. Hintergrund sind die neuen Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis C. „Nur wenn man eine Erkrankung frühzeitig erkennt, kann man sie rechtzeitig behandeln, bevor sie sich verschlimmert oder Langzeitfolgen verursacht“, hieß es aus der Stiftung. Das gelte auch für Hepatitis.

Eine Behandlung mit den neu zugelassenen Medikamenten könne Langzeitfolgen von Hepatitis-C-Virusinfektionen verhindern. „Wichtig ist, dass wir die Infektion frühzeitig erkennen können. In anderen europäischen Ländern ist das seit vielen Jahren Standard, bei uns leider noch nicht“, sagt Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

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Von einer Infektion mit dem Hepatitis C-Virus sind bestimmte Personengruppen häufiger als andere betroffen. In Deutschland sollten laut der Leberstiftung daher folgende Gruppen auf das Hepatitis C-Virus getestet werden: Menschen, die vor 1991 Bluttransfusionen oder Blutprodukte erhalten haben, da vorher kein Test auf das Hepatitis C-Virus stattfand. Drogenkonsumenten, die Drogen intravenös spritzen oder gespritzt haben, Migranten aus Ländern mit erhöhtem Vorkommen dieser Infektion und Personen mit Tätowierungen oder Piercings, die unter nicht-sterilen Bedingungen gemacht wurden.

„Wir können heute mehr Menschen mit Hepatitis C heilen als noch vor einigen Jahren. Daher ist es essenziell, die Erkrankung jetzt zu diagnostizieren und durch rechtzeitige Behandlung Folgeerkrankungen und Tod zu vermeiden“, betonte Manns. © hil/aerzteblatt.de

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