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Ärzteschaft

Thüringen: Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung erfolgreich

Mittwoch, 23. Juli 2014

Mark Schmidt (l.) und Jeanin Brückner (r.) unterhalten sich mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dipl.-Med. Regina Feldmann (M.)

Berlin – Die Aktivitäten der „Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen“, die junge Ärztinnen und Ärzte fördert, die sich in Thüringen niederlassen wollen, trägt Früchte: Die ersten neun ehemaligen Stipendiaten haben sich inzwischen in Thüringen als Hausärzte niedergelassen. „Viele möglichen Fallstricke bei einer neuen Niederlassung lassen sich so umgehen“, sagte Mark Schmidt, einer der ersten Stipendiaten und jetzt niedergelassener Allgemein- und Sportmediziner in Erfurt, bei einem Pressegespräch in seiner Praxis. Die Förderung trage tatsächlich dazu bei, junge Ärzte in die Niederlassung zu ziehen.

Die Stiftung habe gezeigt, wie man Ärzte unterstützen kann, sich in Erfurt, in Eisfeld, in Bad Klosterlausnitz oder in Heringen niederzulassen“, sagte Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die anlässlich des fünfjährigen Bestehen der Stiftung am 22. Juli die Praxis von Mark Schmidt in Erfurt besuchte. Vor fünf Jahren habe sie als damalige Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen und „Mutter“ der Stiftung“ Mühe gehabt, der Landesregierung zehn Stipendien abzuringen. Heute habe die Stiftung mehr als 100 Stipendiaten. „Das ist ein großer Erfolg.“

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„Die ersten Stipendiaten haben sich niedergelassen“

Erfurt – Die Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen begeht im Juli ihr fünfjähriges Jubiläum und kann bereits auf erste Erfolge verweisen: niedergelassene Hausärzte in Thüringen. Am 22.07.2009 wurde sie auf Betreiben der Kassenärztlichen Vereinigung

Die 1. Vorsitzende des Vorstandes der KV Thüringen, Annette Rommel, verwies auf das breite Angebot der Fördermöglichkeiten durch die Stiftung vom Studium bis zur Niederlassung. „Das Modell löst nicht Knall auf Fall alle Probleme. Es leistet aber seinen Beitrag zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung, also dazu, dass die Patienten in Thüringen auch künftig, wenn sie Hilfe brauchen, einen Arzt finden, der sie in hoher Qualität behandeln kann“, betonte Rommel.

Konkret fördert die Stiftung Famulaturen in einer Hausarztpraxis, Tertiale in der Allgemeinmedizin im praktischen Jahr sowie die ambulante fachärztliche Weiterbildung. Bis zu 60 Monate lang werden hier monatlich 250 Euro gezahlt. Derzeit erhalten 106 künftige Allgemeinmediziner und fünf künftige Augenärzte dieses Stipendium.

Sieben weitere Anträge liegen vor. Voraussetzung ist, dass die Stipendiaten nach Abschluss ihrer Weiterbildung vier Jahre in der ambulanten medizinischen Versorgung in Thüringen arbeiten. Neu im Förderpaket sind ferner Stiftungspraxen, in denen junge Ärzte zunächst angestellt arbeiten, jedoch mit dem Ziel, die Praxis später zu übernehmen. Eine solche Praxis gibt es im Moment in Gräfenthal, eine weitere öffnet im Oktober in Gera.

Das Thüringer Modell diene inzwischen auch als Vorlage für eine Stiftungsidee zur Förderung der ambulanten Weiterbildung auf Bundesebene, sagte Feldmann. Ein Konzept sei fertig; derzeit befinde man sich in Gesprächen mit dem Bundesgesund­heitsministerium. „In Thüringen wird sichtbar, was erreicht werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen“, betonte sie.

„Das, womit wir in Thüringen vor Jahren angefangen haben – nämlich um junge Ärzte zu werben, die sich niederlassen – das versuchen wir jetzt auch bereits gezielt im Bundesmaßstab“, erklärte Feldmann mit Verweis auf die KBV-Kampagne „Lass Dich nieder!“, die gezielt Medizinstudierende anspricht. Es sei nötig, bereits im Studium mit der patientennahen Betreuung im ambulanten Bereich zu beginnen und die Studierenden mit den Arbeitsbedingungen in der ambulanten Versorgung vertraut zu machen. © ER/aerzteblatt.de

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