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Ärzteschaft

Thüringer Kassenärzte gegen höhere Vergütung der Kliniken

Freitag, 25. Juli 2014

Weimar – Thüringens Kassenärzte lehnen einen Aufschlag für die ambulante Versor­gung von Patienten in Klinik-Notaufnahmen ab. „Gleiche ambulante Leistungen werden auch gleich honoriert, unabhängig davon, ob sie ein niedergelassener Arzt oder eine Klinik erbringt“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringens, Annette Rommel. Sie reagierte damit auf Forderungen thüringischer Kliniken, die ambulante Betreuung der Patienten besser zu vergüten.

Einer Umfrage der Thüringischen Landeszeitung zufolge lassen sich zunehmend Patienten in den Rettungsstellen der Kliniken behandeln. Das habe mit steigendem Lebensalter, aber auch langen Wartezeiten auf Termine bei Fachärzten zu tun. Zudem könnten Berufstätige oft nicht die regulären Sprechstunden der niedergelassenen Ärzte nutzen, hieß es.

„Es gibt keinen sachlichen Grund dafür, dass ärztliche Leistungen im stationären Bereich höher vergütet werden sollen als im ambulanten Bereich“, betonte dagegen Rommel. Die steigenden Patientenzahlen in Notaufnahmen hätten vielfältige Ursachen, die korrekt ermittelt werden müssten, um darüber seriöse Aussagen zu treffen. „Einseitige Mut­maßungen helfen hier nicht“, so die KV-Vorsitzende.

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Rommel riet Patienten, sich bei gesundheitlichen Problemen zunächst an ihren Hausarzt wenden. Dieser könne in vielen Fällen selbst helfen und andernfalls einen Facharzt­termin veranlassen, bei Bedarf auch kurzfristig.

Außerhalb der Praxiszeiten der niedergelassenen Ärzte sei außerdem der kassen­ärztliche Notdienst flächendeckend verfügbar. Dieser habe seine Präsenzseiten sogar um eine Stunde verlängert. In den meisten Städten und Landkreisen befinde sich der Sitz des Notdienstes in extra dafür angemieteten Räumen der Kliniken. „Hier ist die Zusammenarbeit mit den Notaufnahmen der Krankenhäuser auch in der Regel sehr gut“, so Rommel. © hil/aerzteblatt.de

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