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Ärzteschaft

KV Niedersachsen wehrt sich gegen Warte­zeiten-Zwangsregelung

Freitag, 25. Juli 2014

Hannover – Gegen Termingarantien und Zwangsmaßnahmen bei der Vergabe von Terminen hat sich die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) ausge­sprochen. „Zwei Drittel der Patienten erhalten in Deutschland innerhalb von drei Tagen einen Termin bei einem entsprechenden Facharzt“, sagte Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN, heute in Hannover. Er betonte, längere Wartezeiten auf einen Termin seien Ausdruck einer Überlastung des Systems.

Eine Auswertung der KV habe gezeigt, dass im vergangenen Jahr im Facharztbereich 26,7 Prozent aller Leistungen nicht vergütet worden seien. Das entspräche mehr als 206 Millionen Euro. „Insgesamt haben niedersächsische Ärzte und Psychotherapeuten im vergangenen Jahr rund 4,3 Millionen Stunden ohne Bezahlung gearbeitet. Das entspricht etwa 2.400 zusätzlichen Kassenarztsitzen“, rechnet Barjenbruch vor.

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Die Forderung nach kürzeren Wartezeiten sei vor dem Hintergrund dieser Zahlen unberechtigt. „Bei begrenzter Vergütung kann es nur begrenzte Leistungen geben. Und dies führt zwangsläufig zu längeren Wartezeiten“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende. Eine echte Verbesserung sei nur zu erreichen, wenn die Politik die Budgetierung und damit die politisch gewollte Leistungsreduzierung aufhebe. © hil/aerzteblatt.de

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