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Medizin

B-Zell-Tumore: EMA für Zulassung für Ibrutinib und Idelalisib

Freitag, 25. Juli 2014

London – Einen Tag nach der US-amerikanischen FDA hat auch die europäische Zulassungsbehörde EMA grünes Licht für die Einführung des Kinase-Inhibitors Idelalisib (Zydelig) gegeben. Auch der im Februar in den USA eingeführte Wirkstoff Ibrutinib, ein Kinase-Inhibitor mit anderem Angriffspunkt, dürfte demnächst als Imbruvica eingeführt werden, sofern die Europäische Kommission keine Einwände erhebt, was nicht zu erwarten ist.

Die beiden Wirkstoffe hemmen an unterschiedlichen Stellen den Signalfluss in B-Zellen, was die Proliferation stoppt und zum Absterben der Zellen führt, aus denen die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) und eine Reihe von Lymphomen bestehen.

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Die CLL tritt in Europa bei 3 von 10.000 Menschen auf. Das follikuläre Lymphom, bei dem beide Medikamente künftig ebenfalls eingesetzt werden dürfen, ist mit 3,7 Erkrankungen auf 10.000 Personen nicht wesentlich häufiger. Die CLL ist die häufigste Leukämie im Erwachsenenalter und bisher nicht heilbar. Auch die Behandlung mit Idelalisib oder Ibrutinib kann den Blutkrebs nur vorübergehend zurückdrängen.  

Ähnliches trifft auf das follikuläre Lymphom zu, das zu den Non-Hodgkin-Lymphomen zählt, für die weitere Behandlungsmöglichkeiten gesucht werden. Auch das Mantelzell-Lymphom mit 15.000 Patienten in ganz Europa eine Rarität, gehört zu den Non-Hodgkin-Lymphomen. Hier dürfen die Hämatologen künftig Ibrutinib einsetzen. Idelalisib ist auf die beiden anderen Indikationen beschränkt. © rme/aerzteblatt.de

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