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Politik

Mehr Hilfen für minderjährige und traumatisierte Asylsuchende

Montag, 28. Juli 2014

Hamburg – Laut einem Bericht des Spiegel will die Bundesregierung minderjährigen und traumatisierten Asylsuchenden einen Anspruch auf psychologische Hilfe gewähren. Das gehe aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Die novellierte EU-Aufnahme-Richtlinie, die bis Mitte 2015 in deutsches Recht umgesetzt werden müsse, umfasse im Bedarfsfall „auch eine geeignete psychologische Betreuung“, zitiert das Magazin aus der Antwort. Die Bundesregierung werde die Umsetzung „alsbald in Angriff nehmen“.

Luise Amtsberg, der Flüchtlingsexpertin der Grünen-Fraktion, reiche das nicht, schreibt der Spiegel weiter. Ebenso wie Ärzte und Sozialverbände halte sie die medizinische Versorgung von Flüchtlingen grundsätzlich für unzureichend: „Angesichts der zahl­reichen Fälle schwerer Gesundheitsschäden von Asylbewerbern verleugnet die Bundesregierung die strukturellen Defizite.“ Die Leistungen für Asylbewerber sehen bisher nur eine Versorgung bei akuten Erkrankungen vor. Chronische Krankheiten werden im Regelfall nicht behandelt.

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Auch der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery, hatte kürzlich eine bessere gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen gefordert. Er plädiert für einen anonymen Krankenschein. Ärzte seien verpflichtet, „alle gleich zu behandeln, egal woher sie kommen und welchen Schutzstatus sie nach Ausländerrecht haben”, sagte er. © kna/aerzteblatt.de

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