NewsVermischtesVerhaftete Hebamme: Frühere Arbeitgeber überprüfen Entbindungen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Verhaftete Hebamme: Frühere Arbeitgeber überprüfen Entbindungen

Montag, 28. Juli 2014

München/Kiel – Nach der Verhaftung einer Hebamme wegen versuchten Mordes an vier werdenden Müttern in München forschen frühere Arbeitgeber nach möglichen Unregel­mäßigkeiten. Es lägen derzeit keine Hinweise auf Auffälligkeiten vor, teilte heute das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel mit. Dort war die Frau von 2001 bis Ende März 2004 drei Jahre lang ausgebildet worden, danach arbeitete bis Juli 2007 befristet als Vertretungskraft.

„Rein vorsorglich wird eine umfassende Überprüfung aller Entbindungen, bei denen die Hebamme beteiligt war, vorgenommen“, teilte das Kieler Klinikum mit. Es sei aber bisher nichts Ungewöhnliches bekannt, und es habe auch keine Warnungen an das Kranken­haus in München gegeben.

Anzeige

Bis Juni 2012 war die heute 33-Jährige dann im hessischen Bad Soden im Krankenhaus beschäftigt. Dort hatte es schon am Wochenende geheißen, das Krankenhaus arbeite mit Hochdruck daran, „die Umstände von deren Tätigkeit in der Klinik wie auch die des Ausscheidens vollumfänglich aufzuklären“. 

Die kinderlose Hebamme, die danach am Münchner Universitätsklinikum Großhadern arbeitete, soll vier Frauen bei Kaiserschnitt-Geburten das blutverdünnende Mittel Heparin in die Infusion gemischt haben. Sie konnten nur mit notfallmedizinischen Maßnahmen gerettet werden. Die Hebamme wurde am 18. Juli festgenommen. Sie wies die Vorwürfe zuerst zurück und machte dann keine Aussage mehr. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. August 2019
Göttingen/Braunschweig –Gut vier Jahre nach seinem Freispruch im Prozess um den Göttinger Transplantationsskandal verlangt ein Arzt gut 1,2 Millionen Euro Schadenersatz vom Land Niedersachsen. Eine
Transplantationsmediziner fordert nach Freispruch rund 1,2 Millionen Euro
2. August 2019
Düsseldorf – Wegen Titelmissbrauchs ist ein Schönheits-Operateur heute vom Amtsgericht Düsseldorf verurteilt worden. Das Gericht bestätigte nach einer mündlichen Verhandlung einen Strafbefehl gegen
Düsseldorfer Schönheits-Operateur wegen Titelmissbrauchs verurteilt
1. August 2019
Krefeld – Die Bewährungsstrafe für einen Heilpraktiker aus Brüggen nach dem Tod von drei seiner Krebspatienten ist rechtskräftig. Das teilte ein Gerichtssprecher gestern mit. Das Krefelder Landgericht
Bewährungsstrafe für Krebsheiler nach Tod von Patienten rechtskräftig
25. Juli 2019
Heidelberg – Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, Andreas Draguhn, ist nach der Bluttest-Affäre zurückgetreten. Der Professor bleibe als Abteilungsleiter Neuro- und
Dekan der Medizinischen Fakultät tritt nach Bluttest-Affäre zurück
24. Juli 2019
Kassel – Zu einer Haftstrafe von fünf Jahren ist heute in Kassel ein Hochstapler vor dem Landgericht verurteilt worden. Der 37-Jährige hatte mit falschen Dokumenten mehrfach als Arzt gearbeitet und
Als Arzt ausgegeben: Fünf Jahre Haft für Hochstapler
22. Juli 2019
Potsdam – Nach dem Skandal um möglicherweise gestohlene Krebsmedikamente hat der Brandenburger Pharmahändler Lunapharm Entschädigung vom Land Brandenburg gefordert. „Es handelt sich um einen hohen
Lunapharm will Entschädigung vom Land
16. Juli 2019
Bremen – Die Bremer Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen versuchten Mordes gegen einen 39 Jahre alten Pflegehelfer erhoben. Dieser soll im vergangenen März zwei Bewohnerinnen eines Pflegeheims in
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER