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Politik

Präventive Hausbesuche sollen Pflegebedürftigkeit vorbeugen

Mittwoch, 30. Juli 2014

Stuttgart – Ein Modellprojekt in Baden-Württemberg soll erproben, ob präventive Hausbesuche Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen vorbeugen. Die Sozialministerin des Landes Katrin Altpeter (SPD) hat es heute gemeinsam mit den Pflegekassen, dem Verband der privaten Krankenversicherung und den kommunalen Landesverbänden in Stuttgart vorgestellt.

„Wir bringen den Menschen eine persönliche Beratung über Pflege- und Unterstützungs­angebote direkt ins Haus“, so die Ministerin. In drei Kommunen im Land sollen eigens geschulte Berater ältere Menschen bei Bedarf Zuhause aufsuchen und sie informieren, wie sie möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben können.

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„Wird bei einem Besuch beispielsweise ein Unterstützungsbedarf festgestellt, der durch eine zeitliche Entlastung gemildert werden kann, dann kann gemeinsam mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen eine individuelle Lösung gefunden werden“, so die Ministerin. Das könnte zum Beispiel die Vermittlung an ehrenamtliche Helfer sein, die den Pflegebedürftigen stundenweise betreuen.

Das Modellprojekt wird wissenschaftlich begleitet und im Herbst 2017 evaluiert. Das Sozialministerium und die Pflegekassen beteiligen sich mit je 400.000 Euro. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #687979
S. Winkler
am Freitag, 1. August 2014, 11:33

gut gedacht - schlecht gemacht

Idee im Ansatz gut, ABER müssen dann wieder neue Berufsbilder geschaffen werden? Es gibt einige Dienstleister und Berufsgruppen, die genau dies in der einen oder anderen Form bereits anbieten. Denken wir mal an die Beratungsangebote von ambulanten Pflegediensten, die Pflegeberatungen, kommunale Beratungsstellen oder gar die Sanitätshäuser. Zumindest die, die ich kenne, bieten kostenfreie Hausbesuche durch qualifiziertes Personal an. Sollten diese Leistungen durch die Kranken- oder Pflegekasse vergütet werden können, würden sie sicher noch um einiges ausgebaut werden. Im Moment besteht dazu natürlich kein Anreiz, wenn pro bono gearbeitet werden muss.

Das ist ein Problem unserer Gesellschaft in allen Bereichen. Anstatt vorhandene Ressourcen vermehrt zu nutzen, zu unterstützen oder auszubauen, werden neue Angebote geschaffen, die bei der nächsten "guten Idee" wieder durch andere verdrängt werden. Am Ende haben wir dann 100 Anbieter z.B. dieser Art von Beratung, aber keiner kann mich über alles informieren, was ich wissen möchte, oder (fast) alles leisten, was ich brauche.

Warum da nicht die Kompetenzen der Pflegeberatungen ausbauen, Neugründungen fördern und umfassende Beratungen zur Kassenleistung machen? Möglicherweise sogar billiger, als Pilotprojekte zu starten, Personen zu qualifizieren und zusätzliche Vollzeitjobs zu schaffen, sowie dies zu überwachen und evaluieren. Und das immer und immer wieder. Anstatt alle auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, werden, wie gesagt, immer neue geschaffen, die sich gering voneinander unterscheiden, aber niemand hat einen umfassenden Überblick (ja ich wiederhole mich).

Für mich wieder eines der netten Beispiele zum Thema "gut gedacht - schlecht gemacht".
Avatar #92214
H.-D. Falkenberg
am Mittwoch, 30. Juli 2014, 20:47

Präventive Hausbesuche..........................

Ein sehr guter Ansatz. Diese Anregung kann jedoch auf viele andere Berufsgruppen, die mit alten Menschen "konfrontiert" werden, übertragen werden.
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