Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Präventive Hausbesuche sollen Pflegebedürftigkeit vorbeugen

Mittwoch, 30. Juli 2014

Stuttgart – Ein Modellprojekt in Baden-Württemberg soll erproben, ob präventive Hausbesuche Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen vorbeugen. Die Sozialministerin des Landes Katrin Altpeter (SPD) hat es heute gemeinsam mit den Pflegekassen, dem Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung und den kommunalen Landesverbänden in Stuttgart vorgestellt.

„Wir bringen den Menschen eine persönliche Beratung über Pflege- und Unterstützungs­angebote direkt ins Haus“, so die Ministerin. In drei Kommunen im Land sollen eigens geschulte Berater ältere Menschen bei Bedarf Zuhause aufsuchen und sie informieren, wie sie möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben können.

„Wird bei einem Besuch beispielsweise ein Unterstützungsbedarf festgestellt, der durch eine zeitliche Entlastung gemildert werden kann, dann kann gemeinsam mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen eine individuelle Lösung gefunden werden“, so die Ministerin. Das könnte zum Beispiel die Vermittlung an ehrenamtliche Helfer sein, die den Pflegebedürftigen stundenweise betreuen.

Das Modellprojekt wird wissenschaftlich begleitet und im Herbst 2017 evaluiert. Das Sozialministerium und die Pflegekassen beteiligen sich mit je 400.000 Euro. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

S. Winkler
am Freitag, 1. August 2014, 11:33

gut gedacht - schlecht gemacht

Idee im Ansatz gut, ABER müssen dann wieder neue Berufsbilder geschaffen werden? Es gibt einige Dienstleister und Berufsgruppen, die genau dies in der einen oder anderen Form bereits anbieten. Denken wir mal an die Beratungsangebote von ambulanten Pflegediensten, die Pflegeberatungen, kommunale Beratungsstellen oder gar die Sanitätshäuser. Zumindest die, die ich kenne, bieten kostenfreie Hausbesuche durch qualifiziertes Personal an. Sollten diese Leistungen durch die Kranken- oder Pflegekasse vergütet werden können, würden sie sicher noch um einiges ausgebaut werden. Im Moment besteht dazu natürlich kein Anreiz, wenn pro bono gearbeitet werden muss.

Das ist ein Problem unserer Gesellschaft in allen Bereichen. Anstatt vorhandene Ressourcen vermehrt zu nutzen, zu unterstützen oder auszubauen, werden neue Angebote geschaffen, die bei der nächsten "guten Idee" wieder durch andere verdrängt werden. Am Ende haben wir dann 100 Anbieter z.B. dieser Art von Beratung, aber keiner kann mich über alles informieren, was ich wissen möchte, oder (fast) alles leisten, was ich brauche.

Warum da nicht die Kompetenzen der Pflegeberatungen ausbauen, Neugründungen fördern und umfassende Beratungen zur Kassenleistung machen? Möglicherweise sogar billiger, als Pilotprojekte zu starten, Personen zu qualifizieren und zusätzliche Vollzeitjobs zu schaffen, sowie dies zu überwachen und evaluieren. Und das immer und immer wieder. Anstatt alle auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, werden, wie gesagt, immer neue geschaffen, die sich gering voneinander unterscheiden, aber niemand hat einen umfassenden Überblick (ja ich wiederhole mich).

Für mich wieder eines der netten Beispiele zum Thema "gut gedacht - schlecht gemacht".
H.-D. Falkenberg
am Mittwoch, 30. Juli 2014, 20:47

Präventive Hausbesuche..........................

Ein sehr guter Ansatz. Diese Anregung kann jedoch auf viele andere Berufsgruppen, die mit alten Menschen "konfrontiert" werden, übertragen werden.

Nachrichten zum Thema

19.09.17
Pflege gewinnt im Wahlkampf an Bedeutung
Berlin – Wenige Tage vor der Bundestagswahl wird in Deutschland vermehrt über die Probleme in der Pflege diskutiert. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kündigte gestern für den Fall seines Wahlsiegs......
06.09.17
Millionenschwerer Pflegebetrug: Insiderin gesteht
Düsseldorf – Im Prozess um millionenschweren systematischen Betrug in der ambulanten Pflege hat eine Angeklagte als Kronzeugin ein Geständnis abgelegt. Zuvor war der 41-Jährigen im Gegenzug als Deal......
05.09.17
Pflegebetrugs­prozess: Richter schlägt Deal vor
Düsseldorf – Im Prozess um millionenschweren Betrug bei der Altenpflege können neun Angeklagte in Düsseldorf bei Geständnissen mit milderen Strafen rechnen. Verteidiger und Staatsanwaltschaft ließen......
01.09.17
Wie die Pflegeberatung Familien mit Migrations­hintergrund erreichen kann
Frankfurt am Main – Zugewanderte Menschen in Deutschland nutzen die Angebote der Pflegeberatung nur wenig. Diese bieten Familien, in denen ein Pflegebedarf auftritt, eine kostenlose, neutrale,......
28.08.17
Pflegedienste mit Tarifbindung erhalten in Hamburg mehr Geld
Hamburg – Ambulante Pflegedienste erhalten in Hamburg künftig mehr Geld für ihre Leistungen, wenn sie Kostensteigerungen aufgrund von Lohnerhöhungen für ihre Pflegekräfte nachweisen. Darauf haben sich......
10.08.17
Rheinland-Pfalz will Gemeindeschwestern flächendeckend einführen
Wörrstadt – In ganz Rheinland-Pfalz soll es bald wieder Gemeindeschwestern geben. „Unser Ziel ist es, dass wir sie später flächendeckend etablieren können“, sagte Landesgesundheitsministerin Sabine......
09.08.17
Ambulante Pflegedienste in Berlin suchen händeringend Personal
Berlin – Die ambulanten Pflegedienste in Berlin suchen dringend Personal. Der Anbieterverband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen (AVG) spricht von einer „dramatischen......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige