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Feldmann: Patienten bescheinigen Psychotherapie hohe Wirksamkeit

Mittwoch, 30. Juli 2014

Berlin – Zwölf Prozent der Deutschen haben in den vergangenen drei Jahren wegen eines psychischen Problems ärztliche oder psychologische Hilfe in Anspruch genommen. Zwei Drittel dieser Menschen haben in der Folge einen Psychotherapeuten aufgesucht. Das geht aus der Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor, für die die Forschungsgruppe Wahlen 6.087 Patienten im Alten von 18 bis 79 Jahren telefonisch befragte.

„Erfreulich ist, dass die Patienten der Psychotherapie eine hohe Wirksamkeit beschei­nigen“, erklärte KBV-Vor­stand Regina Feldmann heute bei der Präsentation der Umfrageergebnisse in Berlin. Denn 71 Prozent der Befragten hätten angegeben, die Therapie, die sie in den letzten drei Jahren gemacht haben, habe ihnen geholfen.

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Was die Wartezeit auf ein Erstgespräch angehe, so scheine die Situation etwas weniger gravierend zu sein als manchmal in den Medien dargestellt, befand Feldmann. Dennoch sei sie verbesserungsbedürftig. Der Umfrage zufolge haben acht Prozent der Befragten überhaupt nicht auf ein Erstgespräch gewartet, 17 Prozent warteten bis zu einer Woche, 39 Prozent bis zu einem Monat, 20 Prozent bis zu drei Monaten und 12 Prozent länger als drei Monate.

Feldmann wies darauf hin, dass zu der Wartezeit auf das Erstgespräch noch die Warte­zeit bis zum tatsächlichen Therapiebeginn komme. „Hier ist es erfreulich, dass ein Drittel sofort im Anschluss an das Erstgespräch anfangen konnte“, sagte sie. 16 Prozent hätten bis zu einer Woche, 29 Prozent zwischen einer Woche und einem Monat und zehn Prozent länger als einen Monat warten müssen.

Damit Versicherte mit psychischen Problemen schnell und bedarfsorientiert eine Behandlung erhalten könnten, habe die KBV der Politik ein gestuftes Modell vorgeschlagen, sagte Feldmann. Es sieht spezielle Sprechstunden für eine erste Befunderhebung vor, dann eine frühzeitige diagnostische Abklärung mit einer Empfehlung, ob eine Behandlung nötig ist oder nicht. Gegebenenfalls sollen sich die heute schon üblichen probatorischen Sitzungen anschließen und wenn notwendig eine Richtlinienpsychotherapie.

Desweiteren sollten der KBV zufolge Möglichkeiten einer Akutversorgung geschaffen und themenbezogene Gruppentherapien gefördert werden. Und für chronisch Kranke sollten psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten eingerichtet werden, um dem Wiederauftreten eines Problems vorzubeugen. © fos/aerzteblatt.de

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