NewsPolitikHessen unterzeichnet Staatsvertrags­entwurf zur PID
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Hessen unterzeichnet Staatsvertrags­entwurf zur PID

Mittwoch, 30. Juli 2014

Wiesbaden – Hessen hat den Staatsvertragsentwurf zur Errichtung einer länderüber­greifenden Ethikkommission in Sachen Präimplantationsdiagnostik (PID) unterzeichnet. Zur Durchführung der PID wird Baden-Württemberg mit Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Thüringen eine Ethikkommission bei der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg errichten, wie die Landesregierung in Wiesbaden erläuterte.

„Das ist ein zentraler Schritt, um bei diesem hochsensiblen Thema eine Einrichtung zu etablieren, die bei der Durchführung der PID unterstützt und mit dafür Sorge trägt, dass die Vorgabe des Gesetzgebers, diese nur in strengen Ausnahmefällen zuzulassen, auch eingehalten wird”, betonte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Stefan Grüttner (CDU).

Anzeige

Der Staatsvertrag konkretisiert nach Angaben der Landesregierung die Vorgaben der Präimplantationsdiagnostikverordnung des Bundes (PIDV) zur Durchführung der PID in einem PID-Zentrum, insbesondere die Zuständigkeit der Ethikkommission, ihre Zusammen­setzung, die Benennung und Berufung der Mitglieder sowie die Berichtspflicht der Kommission gegenüber den beteiligten Ländern. Ein ähnliches Abkommen wurde bereits zwischen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bremen, Brandenburg und Hamburg getroffen, die eine Ethikkommission bei der Ärztekammer Hamburg einrichteten.

Wenn der nun von Hessen unterzeichnete Staatsvertragsentwurf von den anderen beteiligten Ländern unterzeichnet ist, werde über das Kabinett ein Zustimmungsgesetz eingebracht und der Vertrag so formal auf den Weg gebracht, hieß es in Wiesbaden. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

29. November 2018
Ansbach – Untersuchungen an Embryonen unterliegen in Deutschland strengen gesetzlichen Regelungen. Nur unter besonderen Umständen darf ein Embryo vor dem Einpflanzen überhaupt anhand der
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof muss heikle Fragen zur Präimplantationsdiagnostik beantworten
31. August 2017
Bern – Ab dem 1. September dürfen Ärzte in der Schweiz nach einer künstlichen Befruchtung den Embryo auf bestimmte genetische Merkmale untersuchen. Die Richtlinien sind so eng gefasst wie in
Schweiz erlaubt Genuntersuchungen an Embryonen
11. Mai 2017
München – Die Ethikkommissionen für die Präimplantationsdiagnostik (PID) haben einen großen Beurteilungsspielraum bei der Entscheidung darüber, in welchen Fällen sie die PID erlauben. Das hat heute
Präimplantationsdiagnostik: Ethikkommissionen haben weiten Spielraum
7. September 2016
München – Das Verwaltungsgericht München hat die Grenzen der Präimplantationsdiagnostik (PID) bei künstlicher Befruchtung bekräftigt. Auch eine relativ neue Diagnosemethode, die sogenannte
Gericht bekräftigt medizinische Grenzen bei künstlicher Befruchtung
6. Juni 2016
Bern – Die Schweizer haben sich bei einem Referendum für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) entschieden. Laut aktuellen Hochrechnungen stimmten am Sonntag 61 Prozent der Wähler dafür,
Schweizer für Zulassung von Präimplantationsdiagnostik
2. Juni 2016
Bern – Am Sonntag stimmen die Schweizer erneut über die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ab. Zum zweiten Mal binnen eines Jahres geht es darum, ob unter bestimmten Bedingungen Gentests
Präimplantationsdiagnostik: Schweizer stimmen über Gesetz ab
1. September 2015
Bern - Ein überparteiliches Komitee in der Schweiz strebt ein Referendum gegen das neue Fortpflanzungsmedizingesetz an. Ziel sei es, eine „flächendeckende willkürliche“ Anwendung der sogenannten
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER