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Medizin

Katheter verschließt persistierenden Ductus arteriosus

Mittwoch, 30. Juli 2014

Los Angeles – US-Kardiologen haben eine Methode gefunden, um einen persistierenden Ductus arteriosus bei Frühgeborenen bereits in den ersten Lebenswochen verschließen zu können. Laut dem Bericht in Catheterization and Cardiovascular Interventions (2014: doi: 10.1002/ccd.25534) gelang der Eingriff bei den ersten sechs Patienten komplikationslos.

Der Ductus arteriosus, durch den vor der Geburt das Blut aus den Truncus pulmonalis an den Lungen vorbei in die Aorta geleitet wird, verschließt sich normalerweise in den ersten Lebenstagen. Die bei Frühgeborenen häufige Persistenz kann zu schweren kardiovaskulären Komplikationen führen. Eine nicht-operative Therapie, wie sie bei älteren Säuglingen heute die Regel ist, war bisher nicht möglich.

Das Team um Evan Zahn vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles beschreibt jetzt ein Verfahren, bei dem ein Amplatzer Vascular Plug II zum Einsatz kommt, der eigentlich für andere Zwecke, nämlich die peripheren Embolisationen bei Erwachsenen, entwickelt wurde.

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Zwischen März 2013 und Februar 2014 wurden insgesamt sechs Frühgeborene mit persistierendem Ductus arteriosus (PDA) behandelt. Die Kinder waren bei der Behandlung zwischen 16 und 80 Tage alt und wogen 870 bis 2.240 Gramm. Laut Zahn gelang es in allen sechs Fällen, den PDA zu verschließen. Die Kinder seien weiterhin am Leben und ohne Spätfolgen der Katheterbehandlung.

Die Intervention selbst dauerte zwischen 33 und 87 Minuten. Während dieser Zeit wurden die Kinder maximal für 19,5 Minuten durchleuchtet. Dabei sei es bei keinem Kind zu Komplikationen gekommen. Die Katheterbehandlungen haben eine bei den Säuglingen äußerst riskante offene Operation vermieden. © rme/aerzteblatt.de

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