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Politik

Freihandelsabkommen mit den USA bietet Chancen für Medizintechnik

Donnerstag, 31. Juli 2014

Berlin – Die Medizintechnikunternehmen in Deutschland sehen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) vorsichtig optimistisch. „Das derzeit in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte Abkommen kann für die stark exportorientierte Medizintechnikbranche zusätzliche Wachstumspotenziale heben“, sagte Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik beim Branchenverband Spectaris. Die Exportquote der größtenteils mittelständisch geprägten hiesigen Medizintechnikbranche liege bei 68 Prozent des Umsatzes. Fast 18 Prozent der deutschen Ausfuhren gingen in die USA. Allerdings stagniere der Absatz seit nunmehr einigen Jahren.

Ein Problem für die Unternehmen seien die sogenannten nichttarifären Handels­hemmnisse wie unterschiedliche Normen, Standards und Zertifizierungen in der Medizintechnik. Insbesondere für kleinere Unternehmen führten diese zu hohen Kosten für die doppelten umfangreichen Zulassungsverfahren. Die deutsche Medizintechnik­industrie plädiert daher, die Zulassungsverfahren gegenseitig anzuerkennen: Eine Zulassung eines Medizinproduktes in Europa würde dann automatisch eine Zulassung in den USA und umgekehrt bewirken („once approved, everywhere accepted“).

„Ziel von TTIP muss aus Sicht der Medizintechnikindustrie unter Wahrung der höchst­möglichen Patientensicherheit und des sehr hohen Qualitäts- und Verbraucher­schutz­niveaus auch der Erhalt und die Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der mittelständisch geprägten Medizintechnikbranche sein“, meint Kuhlmann.

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Einen anderen Weg verfolgen allerdings die Krankenkassen. Sie wollen einheitliche Zulassungsbedingungen nach amerikanischem Vorbild, weil diese schärfer seien. Laut der Industrie ist das europäische System dem amerikanischen in puncto Patienten­sicherheit aber gleichwertig. © hil/aerzteblatt.de

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