NewsMedizinDeutsches Ärzteblatt: Neuer Impact-Faktor 3,6
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Deutsches Ärzteblatt: Neuer Impact-Faktor 3,6

Freitag, 1. August 2014

Köln – Das Deutsche Ärzteblatt konnte seinen hohen Impact-Faktor aus dem letzten Jahr bestätigen. Der am 29. Juli veröffentlichte Journal Citation Report (JCR) weist für Deutsches Ärzteblatt International einen Impact-Faktor von 3,608 aus.

Aus dem nun veröffentlichten JCR geht hervor, dass die 204 wissenschaftlichen Beiträge aus dem Deutschen Ärzteblatt der Jahre 2011 und 2012 während des Jahres 2013 insgesamt 736 Mal zitiert wurden. Daraus ergibt sich der Impact-Faktor: 736/204=3,608.
Eine eigene Analyse der Zitate des Deutschen Ärzteblattes in anderen Journalen ergab, dass diese mehr als 60 Prozent englischsprachigen oder anderen nicht deutsch­sprachigen Zeitschriften entstammen.

Anzeige

In Deutsches Ärzteblatt International erscheinen alle wissenschaftlichen Beiträge aus der Rubrik Medizin online und zugangsfrei auf Deutsch und Englisch. Es ist in allen für die Medizin wichtigen Datenbanken gelistet und hat seit 2010 einen Impact-Faktor. 

Der Journal Citation Report beruht auf der Auswertung von rund 12.000 Zeitschriften mit Impact-Faktoren. Es existieren jedoch weltweit deutlich mehr wissenschaftliche Journale. So hat etwa in Deutschland die überwiegende Mehrzahl aller medizinischen Fachzeit­schriften gar keinen Impact-Faktor. Auch Bücher werden für den Impact-Faktoren nicht ausgewertet.

Dies erlaubt den Schluss, dass die Gesamtzahl der Zitate, die auf das Deutsche Ärzteblatt entfallen, deutlich über der im JCR ausgewiesenen liegen dürfte.
Der Impact-Faktor ist ähnlich hoch wie der im letzten Jahr veröffentlichte von 3,542. Damit bleibt das Deutsche Ärzteblatt in der Zeitschriftengruppe „Medicine, General and Internal“ auch weiterhin unter den 15 Prozent der Zeitschriften mit den höchsten Impact-Faktoren.

Der mittlere Impact-Faktor aller 150 Journale dieser Gruppe beträgt 1,3. An der Spitze bleiben wie bereits in den vergangenen Jahren das „New England Journal of Medicine“ (54,4), „The Lancet“ (39,2) sowie „JAMA“ (30,4). Auf den dahinter liegenden Rängen erreichen die Impact-Faktoren schnell Normalmaß, so dass der IF auf Rang 10 bereits unter 6 liegt. Auch in diesem Jahr wurden wieder Zeitschriften wegen Manipulation des Impact-Faktors vom Journal Citation Report ausgeschlossen. © bae/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. August 2020
Köln – Das ZB Med – Informationszentrum Lebenswissenschaften hat eine spezielle Suchmaschine für Beitrage zur Coronapandemie auf Pre-Print-Server vorgestellt. Auf diesen Servern werden
COVID-19-Suchmaschine für Pre-Print-Server vorgestellt
10. Juni 2020
Berlin – Wissenschaftler wollen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes international gegen systemischen Rassismus auch in der Forschung protestieren.
Wissenschaftler rufen zu Aktion gegen Rassismus auf
9. Juni 2020
Freiburg – Cochrane Deutschland kritisiert die Qualität vieler Studien zur Coronapandemie, die im Augenblick auf Preprintservern veröffentlicht werden. Grundsätzlich ist das Vorveröffentlichen von
Viele Preprintstudien zu COVID-19 laut Cochrane von minderer Qualität
5. Juni 2020
Berlin – Neu entwickelte Filter machen jetzt eine noch genauere Suche in den Datenbanken Pubmed und Medline (Ovid) möglich. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der McMaster University im kanadischen
Neue Filterfunktionen für wissenschaftliche Datenbanken
26. Mai 2020
Berlin – „Ich habe Besseres zu tun.“ Mit diesem Satz läutete Deutschlands mittlerweile bekanntester Virologe Christian Drosten gestern eine neue Runde in der medialen Auseinandersetzung mit der
Wie Mediziner richtig mit Medienanfragen umgehen
20. März 2020
Berlin – Cochranes Bibliothek wird ab der kommenden Woche temporär kostenlos verfügbar. Der offene Zugang soll den weltweiten Wissensaustausch und die klinische Forschung erleichtern. Das geht aus
Cochrane-Bibliothek frei für alle
24. Februar 2020
Berlin – Einen besseren Zugang zu medizinischer Fachliteratur für Mitarbeiter im Gesundheitswesen und für medizinische Laien fordert das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk). Die
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER