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Politik

Bayern: Sozialverband VdK fordert Betreuungsoffensive für Demenzpatienten

Mittwoch, 6. August 2014

München – Der Sozialverband VdK fordert von der Staatsregierung eine Betreuungs­offensive für die unaufhaltsam steigende Zahl der dementen alten Menschen in Bayern. Die Verbandsvorsitzende und frühere SPD-Politikerin Ulrike Mascher warf der Staats­regierung heute in München weitgehende Untätigkeit vor. Die bisherigen Projekte seien „zu klein, zu wenig bekannt oder bereits wieder eingeschlafen“. Derzeit seien nach offiziellen Zahlen des Sozialministeriums 180.000 Menschen in Bayern dement. In 20 Jahren seien es voraussichtlich 300.000. „Für diese Entwicklung ist Bayern nicht gerüstet“, warnte Mascher.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sieht die Lage zwar nicht so schwarz wie der VdK, wies die Kritik aber auch nicht rundweg zurück. Sie bot dem VdK an, „sich in den Prozess einzubringen”.

Der VdK fordert eine „Demenzoffensive“ und nennt mehrere Punkte, die auch Konflikt­potenzial enthalten: So plädiert der mitgliederstärkste Sozialverband Bayerns dafür, die Altenhilfe zur Pflichtaufgabe der Kommunen zu erklären. Die Pflege in den Pflegeheimen soll verbessert werden, so dass demente Heimbewohner nicht so häufig fixiert oder mit Medikamenten ruhig gestellt werden.

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Die Staatsregierung soll „durch offensives Anbieten von Fördergeldern“ die ambulante Betreuung und Beratung ausbauen. In den Gemeinden sollen „Pflegestützpunkte“ und Wohnraumberatungsstellen die Leistungen der verschiedenen Träger besser koordinieren. Und nach hessischem Vorbild schlug Mascher eine „Charta für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ vor, die im nördlichen Nachbarland die Wiesbadener Landesregierung und 50 Unternehmen unterzeichnet haben. © dpa/aerzteblatt.de

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