NewsVermischtesRetina-Implantat: Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Retina-Implantat: Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen

Dienstag, 12. August 2014

Reutlingen – Der Alpha IMS-Mikrochip der Retina Implant AG, ein subretinales Implantat für Menschen, die aufgrund von Retinitis pigmentosa erblindet sind, wird als neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode (NUB) künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Krankenkassen haben dazu mit sechs Universitätskliniken und führenden Lehrkrankenhäusern eine Kostenübernahme ausgehandelt, um den Mikrochip für betroffene Patienten im Spätstadium verfügbar zu machen.

Der Mikrochip wird unterhalb der Retina, speziell im Bereich der Makula, implantiert. Er simuliert die funktionierenden Nervenzellen des Auges. Das Ziel ist die Wiederherstellung der funktionalen Sehkraft, damit die Patienten beispielsweise Gesichtsausdrücke erkennen, Objekte wie Telefone, Becher und Teller unterscheiden oder Türschilder entziffern können. Dies konnte dem Unternehmen zufolge bei vielen der bislang 42 weltweit operierten Patienten erreicht werden.

Anzeige

An den folgenden Kliniken wird der Mikrochip implantiert: Klinikum Friedrichsstadt, Dresden (Helmut Sachs), Universitätsklinik Göttingen, Augenheilkunde (Hans Hoerauf), Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Augenheilkunde (Carsten Framme), Universitätsklinik Kiel, Klinik für Augenheilkunde (Johann Roider), Klinikum Stuttgart, Augenklinik (Florian Gekeler), Universitätsklinikum Tübingen, Abteilung für Augenheilkunde (Karl-Ulrich Bartz-Schmidt).

Die Retina Implant AG wurde im Jahr 2003 von Eberhart Zrenner, Professor für Augenheilkunde an der Universität Tübingen, mit Unterstützung privater Investoren gegründet, um ein elektronisches subretinales Implantat zu entwickeln, mit dem Blinde ein nutzbares Sehvermögen zurückerhalten. Nach der Implantation an menschlichen Patienten ab dem Jahr 2005 folgte 2010 eine zweite multizentrische klinische Studie. Im Juli 2013 erhielt die drahtlose subretinale Implantationstechnologie die CE-Kennzeichnung. Informationen:  www.retina-implant.de. © KBr/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

12. August 2019
Potsdam – Das Brandenburger Arbeitsministerium hat auf Sicherheitsrisiken durch automatisierte externe Defibrillatoren (AED) der Marke Telefunken (Modell FA1 und HR1) aufmerksam gemacht. Wie jetzt
Sicherheitswarnung zu Defibrillatormodellen von Telefunken ausgegeben
7. August 2019
Bochum – Einen elektronischen Blindenstock, der über ein radargestütztes System Informationen über das weitere Umfeld an seinen Träger vermittelt, haben Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum
Elektronischer Blindenstock ermöglicht Orientierung im weiteren Umfeld
2. August 2019
Pittsburgh – US-Forscher haben eine Technik für 3-D-Drucker entwickelt, mit der sich komplexe anatomische Strukturen bis hin zum Herz eines Neugeborenen aus Kollagen herstellen lassen. Ein in Science
3-D-Drucker stellt Ersatzteile für das menschliche Herz aus Kollagen her
26. Juli 2019
San Francisco – Mitte Juli verkündete Elon Musk seine neuen Visionen im Bereich Neurotechnologie. Mit seiner Firma „Neuralink“ will er flexible Elektroden per Roboter minimal-invasiv ins menschliche
„Der Artikel kommt im Gewand einer wissenschaftlichen Publikation daher“
22. Juli 2019
Amsterdam – Beim Gesundheitstechnikkonzern Philips sind die Geschäfte im zweiten Quartal gut gelaufen. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro, wie das niederländische
Philips mit starkem zweiten Quartal
19. Juli 2019
Wien– Chirurgen der Medizinischen Universität Wien haben erstmals erfolgreich bei 3 Patienten nach Nerventransfers Sensoren implantiert, die zur Steuerung bionischer Prothesen Biosignale per Funk
Biosignale per Funk ermöglichen intuitive Steuerung von Armprothesen
19. Juli 2019
Göttingen – Die unverändert starke Nachfrage nach Technologien zur Herstellung von Biopharmazeutika hat dem Pharma- und Laborzulieferer Sartorius im zweiten Quartal weiteren Schwung verliehen. Sowohl
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER