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Datenreport: Frauen bekommen weltweit immer weniger Kinder

Dienstag, 12. August 2014

dpa

Hannover – Heute leben rund 7,2 Milliarden Menschen auf der Welt. Das sind fast doppelt so viele wie 1970. Das geht aus dem Datenreport 2014 hervor, den die Stiftung Weltbevölkerung heute veröffentlicht hat. Der Bericht zeigt auch, dass sich die Zahl der Kinder pro Frau im gleichen Zeitraum fast halbiert hat. So bekommt eine Frau heute im weltweiten Durchschnitt 2,5 Kinder – das sind 2,2 Kinder weniger als 1970.

Gleichzeitig überleben dem Report zufolge immer mehr Säuglinge das erste Lebensjahr: Mit 38 Säuglingen pro 1.000 Lebendgeborene sterben nicht einmal halb so viele Kinder wie 1970 (89 pro 1.000 Lebendgeborene). „Die sinkende Fertilität zeigt, dass heute mehr Frauen selbst bestimmen können, wann und wie viele Kinder sie bekommen“, erklärte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung.

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Auch die sinkende Säuglingssterblichkeit sei überaus erfreulich. „Diese positiven Ent­wick­lungen belegen, dass sich Investitionen in Bildung, in die Gesundheitsversorgung und in Aufklärung auszahlen“, so Bähr. Nach wie vor bestünden jedoch große regionale Unterschiede – etwa bei der Fertilität. Dem Report zufolge bekommt eine Frau in Europa heute nur noch durchschnittlich 1,6 Kinder (1970: 2,3). In Asien sind es 2,2 (1970: 5,4) und in Afrika 4,7 Kinder (1970: 6,7).

„Noch immer kann in Entwicklungsländern jede vierte Frau nicht verhüten, obwohl sie das gern möchte“, verwies Bähr. Jedes Jahr komme es dadurch zu 80 Millionen ungewollten Schwangerschaften. „Das Recht auf freiwillige Familienplanung muss endlich für alle Menschen umgesetzt werden – unabhängig davon, wo sie leben“, forderte die Geschäftsführerin.

Neben der gesunkenen Säuglingssterblichkeit ist die steigende Lebenserwartung der Stiftung zufolge ein wichtiger Gradmesser für die menschliche Entwicklung. So lag die Lebenserwartung 1970 noch bei 58 Jahren. Dagegen wird ein heute geborener Mensch laut Datenreport durchschnittlich 71 Jahre alt. In Ländern wie Mali, Niger und Senegal ist die Lebenserwartung von nicht einmal 40 Jahren auf über 55 Jahre gestiegen. © hil/aerzteblatt.de

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