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Politik

Sachsen setzt im Kampf gegen Crystal auch auf das Internet

Mittwoch, 13. August 2014

Dresden – Sachsen setzt im Kampf gegen die synthetische Billigdroge Crystal auch auf Aufklärung. Am Dienstag schalteten Innenminister Markus Ulbig und Sozialministerin Christine Clauß (beide CDU) in Dresden ein Informationsportal dazu frei. Unter der Adresse www.crystal.sachsen.de sind Angaben zu Wirkung, Risiken und Folgen von Methamphetamin, aber auch Beratung bei Missbrauch und Hilfe im Notfall zu finden. Eine App für Smartphones soll bald folgen, um die Zielgruppen noch besser zu erreichen. Das ist Teil eines ressortübergreifenden Aktionsplans gegen das Problem Crystal.

Nach Angaben von Ulbig hat sich die Crystal-Kriminalität in den vergangenen fünf Jahren fast verdreifacht, auch weil der Verfolgungsdruck gemeinsam mit den tschechischen Behörden erhöht und die Kontrollen ausgeweitet wurden.

Die Zahl der Delikte stieg von 2009 bis 2013 von 1.721 auf 4.948, bis Ende Juni 2014 gab es schon 2.453 diesbezügliche Fälle. Bei der Bekämpfung der Hersteller, Händler und Schmuggler sei man „einen großen Schritt“ vorangekommen, die Zahl der Funde habe um 30 Prozent zugenommen – laut Ulbig keine Zufälle mehr, sondern Ergebnisse gezielter Einsätze.

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Der Freistaat hatte im Mai einen ressortübergreifenden Zehn-Punkte-Plan beschlossen, der auf Vorbeugung, Beratung, Behandlung, Kontrolle und Repression zielt. Bisher wurden ein interministerielles Team und eine spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei gebildet. Zudem gebe es nun an allen Oberschulen und Gymnasien einen für das Thema kompetenten Ansprechpartner, sagte Clauß. Es gehe darum, Erstkontakt zu vermeiden und sofort zu reagieren.

„Gelingt es nicht, die steigende Nachfrage einzudämmen und illegale Herstellung und Vertrieb zu zerschlagen, wird das Phänomen Crystal zum gesamtdeutschen Problem mit erheblichen Folgen“, sagte die Ministerin. Noch nähmen Konsum und Verbreitung zu, aber auch die Fahndung, erklärte Ulbig. „Wir wollen die Quellen für das Teufelszeug austrocknen.“dpa © dpa/aerzteblatt.de

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