NewsPolitikMerkel für sehr restriktive Regelung bei Sterbehilfe
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Merkel für sehr restriktive Regelung bei Sterbehilfe

Donnerstag, 14. August 2014

Angela Merkel /dpa

Kiel – In der Debatte um ein Sterbehilfegesetz hat sich die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel für „eine sehr restriktive Regelung jedweder Art von aktiver Sterbehilfe“ ausgesprochen. Das werde sie auch bei ihrer Abstimmung im Bundestag leiten, sagte sie den Kieler Nachrichten vom Freitag. Sie sprach sich zudem dafür aus, die Palliativmedizin noch weiter auszubauen.

Abgeordnete seien „ihrem Gewissen verpflichtet, erst recht bei Grenzfragen des menschlichen Lebens“, ergänzte Merkel.  Sie erinnere sich an die sehr ernsthaften Parlamentsdebatten, als es etwa um die Präimplantationsdiagnostik, um Organspenden oder um Stammzellen gegangen sei, so die CDU-Vorsitzende. „Das waren beein­druckende parlamentarische Stunden – in einer Atmosphäre des Respekts vor denen, die anders entschieden haben.“

Anzeige

Mit Blick auf die Positionierung der Union sagte die Parteivorsitzende, gerade für eine Volkspartei sei es wichtig, über derartige Themen offen zu diskutieren. „Als Partei­vorsitzende wünsche ich mir das. Wir sind jetzt mitten in dieser Debatte.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßte, dass die Bundeskanzlerin sich in die Sterbehilfe-Debatte eingeschaltet habe. „Es ist richtig, dass sie einer Liberalisierung der aktiven Sterbehilfe eine Absage erteilt”, sagte der Vorstand, Eugen Brysch. Was jetzt fehle, seien konkrete Gesetzesvorschläge, wie die organisierte Suizidbeihilfe in Deutschland verhindert werden kann. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #87252
advokatus diaboli
am Freitag, 15. August 2014, 18:40

Dünnbrettbohrer aller Orten!

Mit Verlaub: Der bioethische "Hochdiskurs" über das frei verantwortliche Sterben eines schwersterkrankten Patienten, der da im Zweifel der ärztlichen Suizidassistenz, wird mit zunehmender Debatte schlicht und ergreifend "unterirdischer".
Während es der Kanzlerin unbenommen ist, ihre Gewissensentscheidung zu verkünden, muss hingegen der oberste aller Patientenschützer herbe Kritik erfahren. Es geht nicht um die "Liberalisierung der aktiven Sterbehilfe" und all diejenigen, die das völlig unreflektiert in der Öffentlichkeit verkünden, sind mehr als nur "ethische Überzeugungstäter", sondern zugleich auch Demagogen!

Wider besseren Wissens werden Horrorszenarien beschrieben, die hierzulande keiner will. Es bleibt nur zu hoffen, dass die ethischen "Obergelehrten" alsbald geläutert werden, damit diese aufhören, weiter Unsinn (!) in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

Wenn dies der "Standard" eines bioethischen Hochdiskurses sein soll, der mehr als nur unterbelichtet ist, dann "gute Nacht Marie"!
Avatar #101839
Threshold
am Freitag, 15. August 2014, 11:11

Neues von Lady Valium zum Thema Sterbehilfe ^^

@Widerstand
Ihre Aussage kann ich nur bestätigen.
Der gesetzlich geregelte Suizid findet quer durch alle Schichten statt.
Wenn auch bisher nur Partiell. ....
-
Abgeordnete sind ihrem Gewissen verpflichtet?
Bei einigen Volkszertretern scheint der Moralische Kompass schon arg
beschädigt zu sein. Parkinson wird es schon regeln. ;-)
Avatar #675503
Widerstand
am Donnerstag, 14. August 2014, 20:49

Verklagt die Betrügerin Merkel,

die den Menschen die letzte Entscheidungsfreiheit nehmen will. Zur selben Zeit betreibt sie mit ihren Parteigenossen ein Todesprogramm an dem die Menschen der Unterschicht sterben.
LNS

Nachrichten zum Thema

11. Juli 2019
Lille – Nach jahrelangem Rechtsstreit ist der bekannteste französische Wachkomapatient Vincent Lambert tot. Der 42-jährige verstarb heute Morgen in der Universitätsklinik in Reims, wie seine Familie
Französischer Wachkomapatient Vincent Lambert ist tot
9. Juli 2019
Reims/Paris – Im Fall des Wachkomapatienten Vincent Lambert hat die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen wegen Mordes eingeleitet. Französischen Medienberichten zufolge hatten die Anwälte der Eltern
Vorermittlung der Staatsanwaltschaft wegen Mordes im Fall Lambert
8. Juli 2019
Paris – Die Eltern von Frankreichs wohl bekanntestem Wachkomapatienten wollen ihren Sohn sterben lassen. „Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, den tödlichen Prozess aufzuhalten“, sagte der
Juristisches Tauziehen um Behandlungsstopp von Lambert beendet
5. Juli 2019
Berlin – 67 Prozent der Deutschen sind nach einer Umfrage für eine Zulassung der aktiven Sterbehilfe. 38 Prozent würden sie „voll und ganz“ befürworten, 29 Prozent würden ihr „eher“ zustimmen, heißt
67 Prozent der Bundesbürger für aktive Sterbehilfe
4. Juli 2019
Berlin – Das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Suizidbeihilfe von Ärzten hat heute weitere Reaktionen hervorgerufen. Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, die Kölner Medizin-Ethikerin
Urteil zu Sterbehilfe ruft unterschiedliche Reaktionen hervor
3. Juli 2019
Leipzig – Ärzte sind nicht verpflichtet, Patienten nach einem Suizidversuch gegen deren Willen das Leben zu retten. Das hat der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) heute in Leipzig entschieden
Ärzte müssen sterbewillige Menschen nicht gegen deren Willen retten
2. Juli 2019
Reims – Die lebenserhaltenden Maßnahmen für den französischen Wachkomapatienten Vincent Lambert werden gestoppt. Das Verfahren zur Einstellung der Behandlung beginne heute, teilte der behandelnde Arzt
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER