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Politik

Studie: Betriebliches Gesundheits­management im Aufwind

Donnerstag, 14. August 2014

Berlin – Die Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) wird künftig signifikant steigen. Das ist das Ergebnis der „Trendstudie Betriebliches Gesundheits­management“, die Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt haben. Demnach gehen 92,5 Prozent der Befragten davon aus, dass der Stellenwert des BGM in Zukunft steigen wird.

Dass das Thema Gesundheit zunehmend in den Fokus der Arbeitgeber rückt, führten die Befragten auf den demografischen Wandel (45,3 Prozent) und einen künftigen Fachkräftemangel (30,2 Prozent) zurück. Die Studie zeigt aber auch: Die Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Beschäftigten ist nur für wenige Befragte der primäre Beweggrund für ein BGM.

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Sie nannten als Motivation, dass ein BGM die Reputation eines Unternehmens beein­flussen könne und es dadurch an Relevanz gewinne (37,7 Prozent). Dass man das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördern (15,1 Prozent) und den gestiegenen Arbeitsbe­lastungen entgegenwirken wolle (28,3 Prozent), war für ihn deutlich weniger wichtig.

Insgesamt führten weniger als die Hälfte der 556 befragten Unternehmen (43,5 Prozent) BGM-Maßnahmen durch. Dabei ist den Wissenschaftlern zufolge das Bewusstsein für die Relevanz eines BGM in kleinen und mittelständischen Unternehmen geringer als in gro­ßen Unternehmen.

Gleichzeitig lege die Studie eine Intensivierung der Gesundheitspolitik nahe, so die Autoren. Auf einer Skala von 1 (kein Stellenwert) bis 7 (sehr hoher Stellenwert) erreichte das Thema BGM bei den Befragten den Wert 3,8. In den nächsten fünf Jahren steigt er nach Einschätzung der Befragten auf 5,2, in zehn Jahren auf 5,7.

© hil/aerzteblatt.de

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