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Bakterienskandal: Dänische Behörden untersuchen Ostseefähren

Freitag, 15. August 2014

Kiel/Kopenhagen – Möglicherweise mit Bakterien verseuchte dänische Wurstware ist auch auf Ostsee-Fähren zwischen Dänemark und Deutschland verkauft worden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit habe aus Dänemark eine entsprechende Warnung erhalten, sagte heute eine Sprecherin des schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministeriums in Kiel. Die Reederei Scandlines habe vermutlich Rullepølser mit Petersilie des Herstellers Jørn A. Rullepølser geliefert bekommen. Diese könnten mit Listerien belastet sein. Die dänischen Behörden hätten die Ware zurückgerufen.

Über Menge und Zeitraum des Verkaufs der Wurstwaren bei Scandlines konnte die Sprecherin des Kieler Ministeriums keine Angaben machen.

Hierzu lägen keine Informationen vor. Es habe Lieferungen an die Fähren „Kronprinz Frederik“, „Prinz Richard“ und „Prinzessin Benedikte“ gegeben. Scandlines-Sprecherin Anette Ustrupp Svendsen sagte, es gebe keine Hinweise, dass mit Bakterien belastete Produkte verkauft worden seien.

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Am Vortag war bekanntgeworden, dass ein Supermarkt in Harrislee rund 160 Kilo Wurstwaren des wegen Listerienbelastungen geschlossenen dänischen Produzenten Rullepølser im Mai und Juni an Kunden verkauft hatte. Gestern wurde eine Lebensmittelwarnung über die deutsche Behörden-Internetplattform „lebensmittelwarnung.de“ verbreitet. Der dänische Zwischenhändler delika rief Produkte wegen der als gefährlich geltenden Bakterien Listeria monocytogenes zurück. Dazu gehörten auch in dem deutschen Supermarkt verkaufte Wurstprodukte des Herstellers Jørn A. Rullepølser. Unklar sei aber, ob diese Produkte tatsächlich mit Listerien über den gesetzlichen Grenzwert belastet waren oder nicht.

Zwölf Dänen starben seit September 2013 an den Folgen einer Infektion mit Listerien, mindestens 20 hatten sich mit den Keimen angesteckt, die in Wurstwaren gefunden worden waren. Weitere Verdachtsfälle werden noch geprüft. Alle Opfer waren nach Angaben des dänischen Statens Serum Instituts schon vorher krank. © dpa/aerzteblatt.de

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