NewsÄrzteschaftDermatologen wehren sich gegen kritische Berichterstattung über Hautkrebsscreening
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Dermatologen wehren sich gegen kritische Berichterstattung über Hautkrebsscreening

Freitag, 15. August 2014

Berlin – Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) hat mit scharfer Kritik auf einen Beitrag des ARD-Magazins „Plusminus“ zum Thema Hautkrebsscreening reagiert. Die „einseitige und verzerrende“ Darstellung habe den Bemühungen um die möglichst frühzeitige Erkennung von Hautkrebs in Deutschland einen Bärendienst erwiesen, kommentierte BVDD-Präsident Klaus Strömer.

Die Kritik des Verbandes richtet sich unter anderem gegen die Aussage des Beitrages, dass die Methode unsicher sei und nur etwa bei drei von 340 Verdachtsdiagnosen aus 1.000 Untersuchten die Krebsdiagnose betätigt werde. „Von einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, der sich dem Qualitätsjournalismus verpflichtet fühlt, hätte ich erwartet, dass er die Fakten besser recherchiert", sagte Strömer.

Anzeige

„Jeder mag für sich selbst prüfen, wie er als Patient mit der Nachricht umgeht: Bei der untersuchten Hautveränderung handelt sich mit einer Wahrscheinlichkeit von fünf Prozent um ein Melanom – und ob er darauf antworten würde: Na, wenn das Risiko nur fünf Prozent beträgt, brauchen wir ja nichts weiter zu tun", verdeutlichte der BVDD-Prä­sident. Die Erfahrung in der Praxis sei eine andere. Patienten würden sich in diesem Fall nahezu ausnahmslos für eine Biopsie entscheiden. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

16. August 2019
Berlin – Angesichts der Zunahme von Hautkrebserkrankungen will die Deutsche Krebshilfe die Aufklärung über die Gefahren verstärken. „Brutzelbraun als Schönheitsideal ist zwar out, aber es gibt immer
Krebshilfe will vermehrt über Gefahr von Hautkrebs aufklären
8. August 2019
Seattle/Palo Alto – Für das Pankreaskarzinom gibt es weiterhin keine effektive Früherkennung. Dies zeigt ein Evidenzreport der „United States Preventive Services Task Force“ (USPSTF) im amerikanischen
US-Experten halten Pankreaskarzinom-Screening für gefährlich
2. August 2019
Stuttgart/Mannheim – Nach einer Erhebung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse ist die Zahl der Hautkrebserkrankungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre gestiegen. 2017 erhielten nach KKH-Daten 87
Zahl der Hautkrebserkrankungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre gestiegen
30. Juli 2019
Heidelberg – Nachdem der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg vor fünf Tagen zurückgetreten ist, hat nun auch der Vorstand des Universitätsklinikums Heidelberg Konsequenzen
Vorstand des Universitätsklinikums Heidelberg tritt nach Bluttest-Affäre zurück
25. Juli 2019
Heidelberg – Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, Andreas Draguhn, ist nach der Bluttest-Affäre zurückgetreten. Der Professor bleibe als Abteilungsleiter Neuro- und
Dekan der Medizinischen Fakultät tritt nach Bluttest-Affäre zurück
16. Juli 2019
Berlin – Ein Ausbildungscurriculum und Fortbildungsmodule für medizinische Fachangestellte in Hausarztpraxen haben Christoph Schmidt vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) und
Medizinische Fachangestellte sollen über Darmkrebsfrüherkennung informieren
16. Juli 2019
Heidelberg – Eine Kette von Versäumnissen hat nach Überzeugung einer Untersuchungskommission zur verfrühten Veröffentlichung eines möglichen Brustkrebs-Bluttests an der Universitätsklinik Heidelberg
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER