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Ausland

Humanitäre Hilfseinsätze: Helfer in Gefahr

Montag, 18. August 2014

Köln – „Sie kamen in Gruppen herein, fünf, zehn oder 15 Männer mit Waffen. Sie sagten, wenn wir ihnen nicht alles geben, Handys, Geld, Wasser, würden sie uns erschießen. Uns alle, alle die im Krankenhaus waren. Und einige wurden erschossen.“ Ronyo Adwok war Patient im Krankenhaus von Malakal im Südsudan, als dieses im Februar angegriffen und geplündert wurde. 14 Tote fanden die Helfer von Ärzte ohne Grenzen später auf dem Gelände, elf Patienten waren in ihren Betten erschossen worden.

Geplünderte Kliniken, bedrohte, misshandelte oder getötete Ärzte, Pfleger und Patienten und nicht zuletzt Entführungen von Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen machen immer häufiger Schlagzeilen. Zwischen Januar 2012 und Dezember 2013 zählte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in 23 Kriegs- und Krisenstaaten 1 800 Übergriffe auf medizinische Einrichtungen, medizinisches Personal und Kranken­transporte.

Humanitäre Hilfseinsätze: Helfer geraten zur Zielscheibe

Ärzte und Krankenpfleger, die in Kriegs- und Krisengebieten medizinische Hilfe leisten, werden immer häufiger selbst Opfer von Gewalt. 1 800 Übergriffe auf medizinische Einrichtungen zählte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz 2012 und 2013 – Tendenz steigend. Sie kamen in Gruppen herein, fünf, zehn oder 15 Männer mit Waffen.

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Die Bilanz der vergangenen zwei Jahre: 168 Angehörige medizinischer Berufe wurden getötet, 267 verwundet, 211 entführt oder gefangen gehalten und 564 bedroht und eingeschüchtert. Verantwortlich für die Übergriffe waren dem IKRK zufolge in der Regel zu gleichen Teilen Polizei, Militär und bewaffnete Milizen.

In einer Titelgeschichte (Heft 33/34) geht das Deutsche Ärzteblatt der stetigen Zunahme von Gewalt gegen humanitäre Helfer in Kriegs- und Krisenregionen nach. Die Ursachen­forschung gestaltet sich dabei so komplex wie die Konflikte, in denen die Helferinnen und Helfer arbeiten. © DÄ/aerzteblatt.de

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