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Echter Testosteronmangel bei älteren Männern selten

Dienstag, 19. August 2014

Bochum – Altersbeschwerden nicht mit einem Hormondefizit zu verwechseln, mahnt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Ein echter Testosteronmangel sei bei Männern ab dem sechzigsten Lebensjahr selten. In Deutschland seien nur drei bis fünf Prozent der Männer betroffen. Eine Behandlung sollte wegen möglicher Risiken nur erfolgen, wenn es tatsächlich zu Symptomen bei gemessenem Testosteronmangel gekommen sei, so die Fachgesellschaft.

„Altersbeschwerden werden generell auf einen Testosteronmangel zurückgeführt. Manchmal wird das Hodenhormon noch immer als Quelle der Jugend angepriesen“, kritisiert Helmut Schatz, Mediensprecher der DGE aus Bochum. In den USA forderten die Hersteller von Hormonpräparaten in sogenannten „Low Testosterone“-Kampagnen ältere Männer zum Hormontest auf.

Auch in Deutschland häufen sich laut der Fachgesellschaft bei Endokrinologen die Anfragen von Männern, die über Müdigkeit, Nachlassen des Sexualtriebes, erektile Dysfunktion und Energieverlust klagen und um die Verordnung eines Testosteron-Präparates bitten.

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Dass eine Testosteronbehandlung bei einem nachgewiesenen Hormonmangel begründet ist, stehe aber außer Zweifel. Eberhard Nieschlag, ehemaliger Direktor des heutigen Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie am Universitätsklinikum Münster, hat die Datenlage für die DGE zusammengefasst: Zwar sei die Zahl der betroffenen Männer geringer als früher angenommen. Statt zehn bis 30 Prozent, wie noch vor wenigen Jahren vermutet, hätten nur drei bis fünf Prozent der 60- bis 79-Jährigen einen Testosteronmangel, der den Libidomangel und andere Symptome erkläre. Diesen Männern könne aber durch eine Hormontherapie geholfen werden, so Nieschlag.

Männer mit Prostatakrebs, mit vermehrten roten Blutzellen, unbehandelter obstruktiver Schlafapnoe oder unbehandelter schwerer Herzschwäche dürften aber nicht mit Testosteron behandelt werden, warnt die DGE. © hil/aerzteblatt.de

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