NewsVermischtesViele Lehrer und Mitschüler wissen zu wenig über Diabetes
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Viele Lehrer und Mitschüler wissen zu wenig über Diabetes

Dienstag, 19. August 2014

Berlin – Auf die Situation von Kindern mit Diabetes hat die Dachorganisation diabetesDE zum Ende der Sommerferien hingewiesen. Viele Lehrer und Erzieher seien nur unzu­reichend über die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kinder und Jugendlichen informiert und fürchteten, falsch zu handeln, wenn sie die Kinder unterstützten, den Blutzucker zu kontrollieren oder Insulin zu injizieren.

Vor allem die Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2 seien meist nicht bekannt und sorgten immer wieder für Vorurteile. „Junge Menschen mit Diabetes brauchen weder geschont werden noch sollten sie eine Sonderrolle spielen“, sagte Diabetesberaterin Sarah Bläsig vom Kinder– und Jugendkrankenhaus „Auf der Bult“ in Hannover.

Erzieher und Mitschüler sollten jedoch einige Fakten kennen: Beim Sport oder unter Stress könne der Blutzucker stark schwanken. Daher rät Bläsig, Traubenzucker oder ein Müsliriegel zur Behandlung einer Unterzuckerung bereit zu legen. Vor Ausflügen oder auswärtigen Übernachtungen sollten die Eltern mit den Lehrern Absprachen treffen. So könnten sie die Insulinbehandlung und Ernährung für den Tag vorbereiten.

Anzeige

„Unverändert gilt bundesweit die Regelung, dass Lehrer nicht verpflichtet sind, bei der Blutzuckerkontrolle oder Insulingabe zu assistieren“, erläuterte Rechtsanwalt Oliver Ebert. Die Gabe eines Medikaments an einen Schüler mit Diabetes sei aber in den meisten Fällen als versicherte Tätigkeit zu werten.

Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hin. „Erziehungs­berechtigte sollten die Medikamentengabe als Teil der Personensorge auf die Schule oder eine Lehrkraft übertragen“, so DGUV-Pressesprecher Stefan Boltz. Dann sei das Kind mit Diabetes bei einer Medikamentengabe während des Schulbesuchs durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. 

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. Oktober 2020
Berlin – In Deutschland müssen Ärzte jedes Jahr rund 50.000 Amputationen aufgrund eines diabetischen Fußsyndroms (DFS) vornehmen. Durch flächendeckende, gezielte Maßnahmen könnte diese Zahl deutlich
Diabetologen fordern mehr Anstrengungen gegen Fußamputationen
20. Oktober 2020
Dallas – Ein neues Basis-Insulin, das aufgrund einer Halbwertzeit von 196 Stunden nur einmal in der Woche injiziert werden muss, hat in einer Phase-2-Studie den HbA1c-Wert von Patienten mit
Typ-2-Diabetes: Basis-Insulin mit einmal wöchentlicher Injektion überzeugt in Phase-2-Studie
19. Oktober 2020
Berlin – Eine diabetische Retinopathie entwickelt sich lange Zeit unbemerkt. Zu Sehstörungen kommt es erst, wenn die Netzhaut des Auges bereits behandlungsbedürftige Schäden aufweist. Regelmäßige
Zu wenig leitliniengerechte Augenarztkontrollen bei Diabetes
9. Oktober 2020
Boston – Der SGLT-2-Inhibitor Ertugliflozin hat sich in einer sogenannten Endpunktstudie als sicher erwiesen. Der erhoffte Rückgang der kardiovaskulären und renalen Ereignisse blieb nach den jetzt im
Typ-2-Diabetes: Ertugliflozin hat (nur) neutrale Wirkung auf Herz-Kreislauf-Ereignisse
8. Oktober 2020
Berlin – Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei einem Diabetes mellitus zwei- bis vierfach erhöht, bei Frauen sogar bis sechsfach. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
Bei Diabetes immer an Herzinsuffizienz denken – und umgekehrt
5. Oktober 2020
Neuherberg – Bei Männern kann eine genetische Variante des Gens DUSP8 die Reaktion des Gehirns auf das Hormon Insulin beeinträchtigen und so das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen. Das berichten
Genvariante beeinflusst Reaktion des Gehirns auf Insulin – bei Männern
2. Oktober 2020
Winston-Salem/North Carolina – Menschen mit einem Typ-2-Diabetes sind möglicherweise besonders gefährdet, aufgrund eines Alkoholkonsums an einer arteriellen Hypertonie zu erkranken. In einer
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER