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Gesunder Lebensstil reicht bei Bluthochdruck nicht immer aus

Donnerstag, 21. August 2014

dpa

Heidelberg – Nicht immer ersetzen Lebensstiländerungen die Einnahme von blutdruck­senkenden Medikamenten. Darauf hat die Deutsche Hochdruckliga hingewiesen. Aller­dings seien Normalgewicht, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung weiterhin die Grundpfeiler der Behandlung. „Bei mäßiger Hypertonie von bis zu 159 zu 99 sollten Ärzte zunächst immer eine Umstellung der Lebensgewohnheiten empfehlen“, erläutert Martin Hausberg, Vorstandsvorsitzender der Hochdruckliga.

Dazu gehörten eine ausgewogene, salzarme Ernährung, Sport, nicht zu rauchen und wenig Alkohol zu trinken. „Wenn die Werte trotz intensiver Bemühungen des Patienten auch nach mehreren Monaten nicht sinken, ist eine Behandlung mit Blutdruck- Medika­menten notwendig“, so Hausberg. Dasselbe gelte, wenn der Blutdruck 159/99 mmHg überschreite oder wenn ein erhöhtes Risiko durch andere Erkrankungen der Nieren, des Herzkreislaufsystems oder Diabetes melltius bestehe. „In diesen Fällen wäre es nahezu verantwortungslos, keine Medikamente zu verschreiben“, so der Hochdruck­experte.

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Er warnte, gerade ältere Menschen empfänden leicht erhöhte Werte oft nicht als gefährdend. Lebensalter plus 100 – nach dieser veralteten Faustregel zur Bestimmung der Höchstwerte richteten sich immer noch zu viele Patienten und auch Ärzte. Danach wäre für einen 60-Jährigen ein Blutdruck von bis zu 160 mmHg noch akzeptabel. „Langzeitstudien zeigen aber eindeutig, dass ein Wert über 140 mmHg auf längere Zeit in jedem Alter gesundheitsgefährdend ist und das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall signifikant erhöht“, so Hausberg. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #683978
heidi-hecht
am Donnerstag, 21. August 2014, 18:35

Studien

Da mir keine Langzeitstudie bekannt ist, die eindeutig zeigen, dass es von Vorteil ist, bei älteren, sonst gesunden Menschen den RR auf Werte von unter 160/95 zu senken, möchte ich gern wissen, welche Studien gemeint sind. NNT-Werte von über 100/Jahr bei der Verhütung von Herzinfarkt und Schlaganfall und keine Änderung der Mortalität sprechen nicht unbedingt für die Einnahme von nebenwirkungsreichen Medikamenten.
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