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Politik

Zahl der Krankenhauspatienten steigt

Freitag, 22. August 2014

Wiesbaden – Die Zahl der Krankenhauspatienten steigt. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, wurden im Vorjahr knapp 18,8 Millionen Patienten stationär behandelt. Das waren 0,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus nahm gleichzeitig leicht von 7,6 Tagen auf 7,5 Tage ab.

Die Statistiker zählten in der Bundesrepublik 1.995 Krankenhäuser und damit 22 Kliniken weniger als 2012. In ihnen standen knapp 501.000 Betten zur Verfügung. 48 Prozent der Betten waren in einem öffentlich getragenen, 34 Prozent in einem freigemeinnützigen Haus und 18 Prozent in Einrichtungen privater Träger. Hinter den 709 freigemeinnützigen Klinken verbergen sich zum allergrößten Teil die von kirchlichen Institutionen getragenen Einrichtungen. Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands spricht von 640 Klinken der beiden großen Konfessionen.

Beschäftigte waren in den Krankenhäusern insgesamt 865.000 Vollkräfte. 147.000 davon gehörten zum ärztlichen Dienst. Die Zahl der Krankenhausärzte nahm im Vergleich zu 2012 um 2,8 Prozent zu, die der Pflegekräfte um 0,9 Prozent. © kna/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 23. August 2014, 12:03

Dazu passt, ...

wie kürzlich mitgeteilt, die dilettantische DELOITTE-Prognose, die Zahl der stationären Krankenhausfälle würde von heute an bis 2030 angeblich um 13,4 Prozent ansteigen. Das international operierende Wirtschafts- und Beratungsunternehmen DELOITTE publizert hier in ziemlich stümperhafter Art und Weise auf den Gebieten der Gesundheits- und Krankheits-Systemanalytik bzw. Krankenhaus-Versorgungsforschung.

Als Beispiel für die besondere „volkswirtschaftliche“ Erfahrung und Kompetenz sei übrigens darauf hingewiesen, dass DELOITTE eines der e n t s c h e i d e n d e n Beratungsunternehmen war, das die Banken- und Wirtschaftskrise bis zum drohenden Staatsbankrott in Island begleitet haben soll.

Die Kernaussage von DELOITTE sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: Dieses Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen will uns allen Ernstes mit seinem "Health Care Indikator" vorrechnen, dass von 2014 bis 2030, also in 16 Jahren, 13,4 Prozent mehr Krankenhaus-"Fälle" zu erwarten sind? Selbst o h n e Blick in die Glaskugel der Zukunft bedeutet dies in BWL- und VWL-Klartext nur einen jährlichen Anstieg um 0,8375 Prozent.

Das stimmt mit den Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag in Wiesbaden wenigstens überein. Dort hat man sich aber unter www.destatis.de wenigstens statistisch korrekt zu einem annuellen Anstieg von 0,9 Prozent mehr als im Jahr davor geäußert. Ein Ausblick auf die nächsten 16 Jahre wäre reines Kaffeesatzlesen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
LNS

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