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Divertikulitis betrifft zunehmend auch Jüngere

Freitag, 22. August 2014

Leipzig/Berlin – Darmdivertikel sind üblicherweise eine Alterserscheinung: Bei mehr als 60 Prozent der über 70-Jährigen sind sie nachweisbar. Bekanntlich verursachen sie meist keine Probleme, doch wenn sie sich entzünden, können sie Beschwerden und sogar schwere Komplikationen hervorrufen. Zunehmend sind davon aber auch junge Menschen betroffen.

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechsel­krankheiten und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie empfehlen Ärzten daher, auch bei unter 40-Jährigen bei Unterbauchbeschwerden eine Divertikelkrankheit in Betracht zu ziehen. „In den letzten Jahren beobachten wir, dass immer häufiger auch junge Menschen von diesem – eigentlich als Altersphänomen zu bezeichnenden – Leiden betroffen sind“, sagte Wolfgang Kruis, Chefarzt Innere Medizin am Evangelischen Krankenhaus Kalk in Köln.

Eine US-Auswertung registrierte für den Zeitraum 1998 bis 2005 eine Zunahme von 26 Prozent bei Divertikulitis-Patienten im Alter zwischen 18 und 44 Jahren. Grund für die Zunahme sind laut den Fachgesellschaften die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten moderner Industriegesellschaften: Zu wenig Ballaststoffe, zu viel rotes Fleisch, keine ausreichende Bewegung, Tabak- und Alkoholkonsum.

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Beschwerden im Unterbauch, vor allem auf der linken Seite, sowie Begleitsymptome wie Blähungen, Verstopfung, Durchfall oder Fieber, könnten auf eine Divertikulitis hinweisen. Wenn Ärzte die Erkrankung nicht rechtzeitig erkennen oder diese kompliziert verläuft, könne es zum Beispiel zu einem Abszess im Bauchraum oder einer Bauchfellentzündung kommen, so Kruis. © hil/aerzteblatt.de

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