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Politik

Fehlzeiten-Report: Bedeutung betrieblicher Gesund­heits­förder­ung wächst

Dienstag, 26. August 2014

Berlin – Angesichts des demografischen Wandels sowie des daraus resultierenden  Fachkräftemangels sind Unternehmen auf gesunde Beschäftigte aller Altersgruppen angewiesen. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der aktuelle Fehlzeiten-Report 2014 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) schwerpunktmäßig die Frage, wie Betriebe den Herausforderungen rückläufigen Erwerbspersonenpotenzials begegnen können.

„Die Beschäftigten über 50 Jahre werden zukünftig einen wesentlichen Anteil an den Belegschaften ausmachen", prognostiziert Helmut Schröder, stellvertretender Geschäfts­führer des WIdO. So stieg laut Fehlzeiten-Report der Anteil der über 50-Jährigen Arbeitnehmer seit 1991 von 23 Prozent auf heute 31 Prozent an und soll bis  2022/23 um weitere sechs Prozentpunkte wachsen, um anschließend auf hohem Niveau zu stag­nieren.

Ältere Beschäftigte haben verhältnismäßig viele Fehlzeiten
Zudem zeigt die Untersuchung, dass ältere Beschäftigte vergleichsweise viele Fehlzeiten haben. „Jüngere Beschäftigte sind häufiger mit wenigen Tagen krank. Mit zunehmendem Alter nimmt dann zwar die Anzahl der Krankschreibungen ab, aber gleichzeitig steigt deren Dauer“, verwies Schröder. So liege in der Gruppe der 30- bis 34-Jährigen der Durchschnitt bei 8,6 Fehltagen pro Fall. Die 60- bis 64-Jährigen fehlten laut Report im Schnitt bereits 21,6 Tage pro Jahr. Dies gehe vor allem auf einen Anstieg der Herz-/Kreislauf-Erkrankungen und Muskel-/Skeletterkrankungen zurück. 

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Obwohl die ältere Erwerbsbevölkerung über 50 Jahre im Jahr 2013 nicht einmal ein Drittel der Belegschaften ausmachte, führten deren gesundheitliche Belastungen laut WIdO dadurch zu Fehlzeiten, die rund 46 Prozent der Kosten der ausgefallenen Bruttowertschöpfung verursachten.

Verlust der Arbeitspro­duktivität von 42,6 Milliarden Euro
Dies entspreche einem Verlust der Arbeitspro­duktivität von 42,6 Milliarden Euro. Angesichts dieser Zahlen komme der Betrieblichen Gesund­heits­förder­ung eine zunehmende Bedeutung zu. „Für die Unternehmen lohnt sich das Engagement, weil sie damit die Produktivität verbessern, ihre Arbeitskräfte an sich binden und damit dem Fachkräftemangel vorbeugen", sagte Schröder. © hil/aerzteblatt.de

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