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Schwangere mit Magen-Darm-Leiden schonend behandeln

Mittwoch, 27. August 2014

Ulm – Hinweise für die Behandlung von Schwangeren mit Magen-Darm-Leiden gibt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Laut der Fachgesellschaft leiden etwa drei Viertel aller werdenden Mütter unter Übelkeit und Sodbrennen.

„Die meisten Schwangeren mit morgendlicher Übelkeit brauchen keine medikamentöse Therapie. Oft hilft es schon, die Essgewohnheiten umzustellen und zum Beispiel viele kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen“, empfiehlt Christian Trautwein, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin an der Uniklinik Aachen. Reiche dies nicht aus, gebe es mehrere Mittel, die nach Einschätzung der Arzneimittelbehörden für Schwangere unbedenklich seien.

Erste Wahl sei die Kombination aus dem Antihistaminikum Doxylamin und Vitamin B, das allerdings schläfrig machen könne. Sichere Alternativen seien die Wirkstoffe Ondansetron und Metoclopramid, wobei letzterer in Form von Zäpfchen verabreicht wird. „In sämtlichen Studien zu diesen Medikamenten fanden sich nie Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von Fehlbildungen der Kinder“, so Trautwein.

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Auch Sodbrennen lasse sich heute sicher behandeln. Die DGVS rät allerdings, nicht zu starken Säureblockern zu greifen. Trautwein rät Schwangeren zu Antazida, die im Magen die Säure binden.

Beim Reizdarm rät die DGVS, die Ernährungsgewohnheiten zu ändern: „Gegen Verstopfung hilft oft ballaststoffreiche Kost und reichliches Trinken“, rät Trautwein. Bei Durchfällen helfe es häufig, weniger Fette und Milchprodukte zu essen.

In der Schwangerschaft ist es laut der DGVS besonders wichtig, Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen. „Nicht nur der Frauenarzt, sondern auch Haus- und Fachärzte sollten über eine bestehende Schwangerschaft Bescheid wissen“, so Trautwein. © hil/aerzteblatt.de

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