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Uniklinik Ulm entwickelt Band­scheiben-Belastungs­simulator

Mittwoch, 27. August 2014

Ulm – Einen sogenannten Band­scheiben-Belastungssimulator haben Ärzte und Wissenschaftler am Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik (UFB) in Ulm in Betrieb genommen. Das Gerät ist eine Spezialanfertigung der Uni-eigenen Wissenschaftlichen Werkstatt Feinwerktechnik. „Mit dieser Apparatur wollen wir den Ursachen eines Bandscheibenvorfalls auf den Grund gehen. Einzelne Bewegungs­segmente aus der unteren Wirbelsäule können mechanisch so belastet werden, wie dies bei verschiedensten Dreh-, Beuge- und Hebebewegungen geschieht“, erläutert Hans-Joachim Wilke, der stellvertretende Institutsdirektor und Leiter des Forschungs­bereichs Wirbelsäule im Institut.

Die betriebene Maschine führt über sechs getrennt regelbare Achsen unterschiedlichste Dreh- und Schwenkbewegungen aus. „Dabei kann das Gerät zusätzlich verschiedenste Kompressionsbelastungen und Scherbeanspruchungen auf die Bandscheibe aufbringen“, erläutert Nikolaus Berger-Roscher, Doktorand im UFB. Er untersucht in seiner Promotion mit Hilfe dieses Gerätes das Schädigungsverhalten der Bandscheibe.

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Mit Hilfe des Bandscheiben-Belastungssimulators soll geklärt werden, wie sich bestimmte Belastungen auf die Gewebestruktur der Bandscheibe auswirken. Die Wissenschaftler verwenden dafür biologische Bandscheibenpräparate, beispielsweise vom Schaf, die in Aufbau und Struktur der des Menschen gleichen. Aber auch humane Präparate selbst kommen zum Einsatz. © hil/aerzteblatt.de

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