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Greifswalder Kinder­heilkunde startet neues Teleme­dizin-Modellprojekt

Freitag, 29. August 2014

Greifswald – Ein neues Telemedizin-Modellprojekt haben die Universitätsmedizin Greifswald und das Ameos Klinikum Anklam initiiert. Ab sofort können Kinder und Jugendliche, die zwischen 18.00 Uhr abends und 8.00 Uhr morgens Hilfe in der Notaufnahme in Anklam suchen, einem Kinderarzt der Universitätsmedizin Greifswald per Videokonferenz vorgestellt werden.

Die Universitätsmedizin Greifswald organisiert seit Jahren die kinderärztliche Versorgung im benachbarten Ameos Klinikum Anklam. „Angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir uns innovativen Lösungen öffnen, die auch künftig eine hochwertige Krankenversorgung in der Fläche sichern“, betonte der Ärztliche Vorstand der Uniklinik, Thorsten Wygold.

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Die diensthabenden Ärzte in Anklam können über das Videokonferenzsystems mit einem Kinderarzt im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Greifswald über ihre Notfallpatienten sprechen. Der Greifswalder Mediziner beurteilt die Dringlichkeit des Falls und entscheidet die weiteren Schritte. Abhängig von der Dringlichkeit kann die Behandlung am nächsten Tag bei einem niedergelassenen Pädiater oder in der Kinderabteilung im Klinikum Anklam erfolgen. Bei dringenden Fällen werden die Patienten in die Greifswälder Universitätsmedizin verlegt.

An dem Modellprojekt sind neben der Klinik in Anklam das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin und der „Integrierten Funktionsbereich Telemedizin“ (IFT) des Instituts für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald beteiligt. Das Modellprojekt ist auf sechs Monate ausgelegt und wird als solches wissenschaftliches evaluiert.

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein bei der medizinischen Versorgung der Kinder in der Region. „Gerade in dünn besiedelten Regionen ist es notwendig, Fahrtwege und Behandlungszeiten für die kleinen Patienten und ihre Eltern zu verkürzen. Mit dem Einsatz der Telemedizin gelingt das, ohne Abstriche bei der Diagnose hinnehmen zu müssen“, sagte sie. © hil/aerzteblatt.de

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