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Bundesweite Aktion zur Kopf­schmerzprävention an Schulen gestartet

Montag, 1. September 2014

Berlin – Unter dem Motto „Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen“ sollen Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen in ganz Deutschland im neuen Schuljahr lernen können, Kopfschmerzen beziehungsweise stressbedingten Kopfschmerzen vorzubeugen. Initiatoren der Aktion sind der Direktor der Schmerzklinik Kiel, Hartmut Göbel, und die gemeinnützige Organisation „ZIES GmbH“, die sich für Menschen mit Gesichts- und Kopfschmerzen einsetzt. Ihre Geschäftsführerin Karin Frisch ist selbst Lehrerin.

Die beiden haben ein Konzept entwickelt und in Schulen erprobt, das drei Doppel­stunden umfasst. Es soll Schüler, Lehrer und Eltern für das Thema sensibilisieren sowie Wissen vermitteln. Für Kopfschmerz fehle häufig das Verständnis, weil es ein erlebtes Symptom sei, nach außen nicht sichtbar, hatte Göbel zum Start der Aktion in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) betont.

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Tatsächlich sind Kopfschmerzen jedoch ernstzunehmende Beschwerden, auch bei Kindern und Jugendlichen, wie Göbel und Frisch wissen. Sie sei in Gesprächen mit Schülern auch erschrocken, „mit welcher Selbstverständlichkeit und Regelmäßigkeit sie Schmerzmittel einnehmen, nicht nur bei Kopfschmerzen, sondern einfach, um leistungsfähig zu sein“, sagte Frisch der FAS.

Im Rahmen der „Aktion Mütze“ wird weiterführenden Schulen nun bundesweit Material für die Unterrichtsstunden angeboten und bei Interesse kostenlos zur Verfügung gestellt. Lehrer können sich zur Gestaltung entsprechender Unterrichtsstunden auch telefonisch beraten oder in eintägigen Workshops schulen lassen. Außerdem werden durch eine Befragung in Kombination mit einem Preisausschreiben Daten zur Kopfschmerzinzidenz erhoben. Die Kosten für das Vorhaben betragen im ersten Projektjahr rund 500.000 Euro. Der Start wird von Krankenkassen finanziert, weitere Förderer sucht die Aktion Mütze noch. © Rie/aerzteblatt.de

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