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Sepsisforscher fordern Nationalen Aktionsplan

Dienstag, 2. September 2014

Berlin – Einen Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis fordert die Globale-Sepsis-Allianz. „Dafür braucht es eine konsequente Umsetzung von Impfempfehlungen, Einhaltung von Hygienevorschriften, bessere Früherkennung und sofortigen Therapiebeginn bereits beim Auftreten der Frühsymptome sowie effektivere Antibiotika“, sagte der Sprecher der Allianz, Konrad Reinhart vom Universitätsklinikum Jena.

Ein entsprechendes Memorandum für einen Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis unter­stützen unter anderem zwölf medizinische Fachgesellschaften, die Präsidenten der Leo­poldina und des Robert-Koch-Instituts, einer Reihe von Landesgesundheitsministern und Landesärztekammern und einige große Krankenhausgruppen.

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Sepsis kann von hunderten Infektionserregern ausgelöst werden. In Deutschland sind es meist Lungenentzündungen, Bauch- und Harnwegsinfekte und Wundinfektionen. Nicht nur das Schweinegrippe-, Vogelgrippe- und das Ebolavirus, sondern auch das Influen­zavirus und der Malariaerreger können eine Sepsis auslösen. In den USA schätzt das Center for Disease Control and Prevention (CDC), dass die Zahl der Sepsisfälle von 621.000 im Jahr 2000 auf 1.141 000 im Jahr 2008 zugenommen und sich damit fast verdoppelt hat. Weltweit sind jährlich rund acht Millionen Todesopfer zu beklagen.

„Wir dürfen es in Deutschland nicht länger hinnehmen, dass jährlich mehr als 60.000 Menschen an einer Sepsis sterben“, hieß es aus der Sepsis-Allianz. Eine konsequente Umsetzung der im Memorandum geforderten Maßnahmen könnte 15.000 bis 20.000 Menschenleben pro Jahr in Deutschland retten. © hil/aerzteblatt.de

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