NewsVermischtesRheumapatienten leiden unter Diskriminierung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Rheumapatienten leiden unter Diskriminierung

Dienstag, 2. September 2014

Berlin – Rheuma schränkt die Lebensqualität vieler Patienten mit der Erkrankung stark ein, obwohl sich die Behandlungsoptionen in den vergangenen Jahren sehr verbessert haben. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Ein Grund dafür sei, dass weite Teile der Bevölkerung Rheuma mit einer Behinderung gleichsetzten. Am Arbeitsplatz verbergen die meisten Patienten mit entzündlichem Gelenkrheuma laut der Fachgesellschaft daher ihre chronische Krankheit. Die DGRh fordert eine Abkehr vom klassischen Bild des Rheuma-Patienten.

Situation hat sich verbessert
Rheumatische Krankheiten machen rund 40 Prozent aller chronischen Erkrankungen in Europa aus. Bei mehr als der Hälfte der Patienten führen sie zu dauerhaften Einschrän­kungen der Erwerbsfähigkeit. „Dennoch hat sich die Situation in den vergangenen Jahren erheblich verbessert“, erläutert Matthias Schneider, DGRh-Kon­gresspräsident und Rheumatologe von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Anzeige

Bei 80 Prozent der Neuerkrankten mit rheumatoider Arthritis (RA) erzielten moderne Medikamente einen Stillstand der Symptome. „Gut eingestellte RA-Patienten im Alter bis 60 Jahren haben zu fast 95 Prozent eine weitgehend normale Funktion des Bewegungsapparats“; so Schneider. Aber trotz dieser Fortschritte, die auf früheren Diagnosen, besseren Therapien und gesünderer Lebensführung basierten, geben laut der DGRh noch viele Rheumatiker an, dass ihre Lebensqualität vermindert sei.

Im Rahmen der Möglichkeiten Sport treiben
Die Fachgesellschaft empfiehlt den Patienten unter anderem, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Sport zu treiben. Diese Empfehlung gilt auch für Patienten nach rheumachirurgischen Operationen, zum Beispiel nach künstlichem Gelenkersatz. „Besonders gut eignen sich Fahrrad fahren, Schwimmen oder Nordic Walking“, sagte Christine Seyfert, Tagungspräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) von den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. Oktober 2019
Berlin – Rheumaerkrankungen müssen möglichst früh erkannt und gezielt behandelt werden, weil das die Lebensqualität der Patienten entscheidend verbessert. Das hat die Deutsche Gesellschaft für
Fachgesellschaft empfiehlt Sprechstundenmodelle für schnellere Diagnose rheumatischer Erkrankungen
18. September 2019
Köln – Langzeituntersuchungen und Studien, in denen mindestens zwei Biologika in der Rheumatherapie gegeneinander getestet werden, sind nach wie vor Mangelware. Das kritisiert das Institut für
Nur wenige Studiendaten zum Vergleich verschiedener Biologika in der Rheumatherapie
12. September 2019
Berlin – Checkpoint-Inhibitoren zur Krebstherapie können Nebenwirkungen aus dem rheumatischen Formenkreis auslösen. Eine rheumatologische Begleitbehandlungweise ist daher oft nötig. Darauf weist die
Checkpoint-Inhibitoren können entzündlich rheumatische Erkrankungen auslösen
9. September 2019
Berlin – Die axiale Spondyloarthritis (SpA), auch bekannt unter dem Namen Morbus Bechterew, bleibt aufgrund ihrer unspezifischen Symptome besonders in ihrer frühen Form häufig lange unerkannt. Darauf
Rheumatologen aktualisieren S3-Leitlinie zu Morbus Bechterew
16. August 2019
Aachen – Beim Impfen von Patienten mit Rheuma und anderen Autoimmunerkrankungen ist einiges zu beachten – zum Beispiel ob der Patient gerade Immunsuppressiva einnimmt und ob es sich bei dem Vakzin um
Anwendungshinweise: Worauf beim Impfen von Rheumapatienten zu achten ist
8. August 2019
Berlin – Neue Klassifikationskriterien zur Diagnose eines systemischen Lupus erythematodes (SLE) sollen dazu beitragen, dass Patienten mit SLE schneller erkannt und einer gezielten Therapie zugeführt
Fachgesellschaft begrüßt neuen Kriterienkatalog zur Diagnose von Lupus erythematodes
5. August 2019
Bethesda/Maryland – Eine einjährige Behandlung mit unterschiedlichen Biologika hat in einer Beobachtungsstudie in JAMA Cardiology (2019; doi: 10.1001/jamacardio.2019.2589) die entzündlichen Reaktionen
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER