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Politik

Zahl der pflegebedürftigen Menschen in NRW verdoppelt sich bis 2050

Mittwoch, 3. September 2014

Düsseldorf – In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Nordrhein-Westfalen (NRW) um 15 Prozent auf rund 548.000 gestiegen. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) von ihnen werden zu Hause betreut. Bis 2050 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen auf knapp eine Million fast verdoppeln. Das berichtet das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Düsseldorf.

Nach Zahlen der neuen „Landesberichterstattung Gesundheitsberufe Nordrhein-Westfalen 2013“ hat aber auch die Zahl der Pflegekräfte im Land eine Rekordmarke erreicht: In ambulanten Diensten, Pflegeheimen und Krankenhäusern arbeiten danach 20 Prozent mehr Pflegekräfte als vor zehn Jahren.

„Besonders erfreulich ist, dass wir durch Einführung einer Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung innerhalb von nur 24 Monaten die Zahl der Auszubildenden um 45 Prozent steigern konnten. Es sind aber weitere gemeinsame Anstrengungen erforderlich, um langfristig in der Alten- und Krankenpflege eine stabile Versorgung mit ausreichend Fachkräften zu erreichen“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Steffens (Bündnis90/Die Grünen).

Sie betonte, auf die Pflegenden kämen auch verstärkt neue Aufgaben hinzu, beispiels­weise in der Beratung pflegender Angehöriger oder in der pflegerischen Versorgung von älteren Menschen mit Behinderungen. Auch die Versorgung zunehmend älterer Menschen im Krankenhaus stelle die Pflegekräfte dort vor neue Heraus­forderungen, etwa im Umgang mit Demenzkranken, so die Ministerin. © hil/aerzteblatt.de

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