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Medizin

MRT günstige Alternative zur Abklärung einer koronaren Herzkrankheit

Mittwoch, 3. September 2014

Barcelona/Düsseldorf – Den Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit (KHK) mittels Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT) abzuklären, ist billiger als eine Koronarangiographie-Abklärung – zumindest bei Patienten mit geringem bis mittleren Risiko für eine KHK. Das berichten Wissenschaftler um Karine Moschetti von der Universität Lausanne beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona (Abstract 3068).

An der entsprechenden europaweiten Studie haben sich auch Kliniken in München, Heidelberg und Stuttgart beteiligt. „Die Herz-MRT-Untersuchung erlaubt in dieser Patientengruppe eine kostengünstige Abklärung, und ihre Prognose ist mit einem kombinierten Endpunkt von nicht-tödlichem Herzinfarkt und kardialem Tod von weniger als einem Prozent im ersten Jahr nach der Untersuchung gut“, so Moschetti.

Die Wissenschaftler haben jene Kosten berechnet, die aus Sicht der Kostenträger für die Diagnose und Behandlung einer KHK während des ersten Jahres nach Diagnosestellung anfallen, einschließlich der Kosten durch Komplikationen. Dabei wurden drei verschiedene Strategien verglichen:

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  1. Eine Abklärung mittels Herz-MRT – bei positiver Diagnose im Bedarfsfall gefolgt von invasiven Eingriffen zur Gefäßerweiterung
  2. die Abklärung mittels invasiver Koronarangiographie (PCI) mit Druckmessung der Herzkrankgefäße
  3. und die PCI-Abklärung ohne Druckmessung der Herzkranzgefäße. Die mittleren Kosten für die drei Strategien betrugen für Deutschland 870, 1.730 und 4.573 Euro.

„Die Studie belegt Ergebnisse früherer Untersuchungen, in denen die prognostische Bedeutsamkeit von MRT-basierten Funktionsuntersuchungen gezeigt werden konnte, insbesondere auch die mögliche Kostenersparnis durch nicht notwendige, zu häufige Wiederholungsuntersuchungen “, kommentierte Eckart Fleck, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, die Studienergebnisse. © hil/aerzteblatt.de

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