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Kinderchirurgen warnen vor Schütteltrauma bei Babys

Donnerstag, 4. September 2014

Berlin/Leipzig – Schon wenige Sekunden Schütteln genügen, um Babys lebensgefährlich zu verletzen. Das sei vielen Eltern aber nicht bewusst, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH). Die Fachgesellschaft fordert daher mehr Aufklärung für Eltern zum sogenannten Shaken Baby Syndrom.

Wenn Babys lange und viel schreien, belastet dies Eltern oft erheblich. Helfen Herum­tragen, Windelwechseln und Füttern nicht, verlieren einige Eltern die Nerven und schütteln ihr Kind, um es zu beruhigen. Doch sie bringen ihren Nachwuchs damit in große Gefahr.

„Es kommt zu massiven Hirngewebsverletzungen und Einblutungen, die das Gehirn dauerhaft schädigen oder auch zum Tod führen können“, erläutert Guido Fitze, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Dresden. Schwerste geistige und körperliche Behinderungen könnten die Folge sein.

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Wie viele Kinder wirklich auf diese Weise zu Tode kommen oder durch das Schütteln dauerhaft geschädigt sind, ist in keiner Statistik erfasst. „Da diese Form der Kindes­misshandlung weder mit blauen Flecken noch mit anderen sichtbaren Verletzungen einhergeht, können leichtere Formen dieser Verletzung auch unerkannt bleiben“, so Fitze.

Er betonte aber, im Verdachtsfall könnten Ärzte mit Ultraschall, MRT oder anderen spezifischen Untersuchungen die Folgen des Schüttelns genau von anderen Verletzungen unterscheiden. Die Fachgesellschaft fordert Ärzte auf im Klinikalltag genau hinzuschauen und jeden Unfall im Kindesalter auf mögliche Kindesmisshandlung zu prüfen. © hil/aerzteblatt.de

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