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Sensoranzug erfasst körperlicher Überbelastung im Beruf

Donnerstag, 4. September 2014

Bremen – Einen Sensoranzug zur Messung von körperlichen Belastungen im Beruf haben Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz in Bremen (DFKI) zusammen mit Ingenieuren verschie­dener Industrieunternehmen entwickelt. Die Wissenschaftler wollen ihn jetzt bei Schweißern und Sanitätern testen.

Stark belastende Bewegungsabläufe in körperlich anstrengenden Berufen bergen bekanntlich ein erhebliches Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen. Der „Sensoranzug zur individuellen Rückmeldung körperlicher Aktivität“ (SIRKA) soll dabei helfen, Bewegungsmuster zu erfassen und danach neue Abläufe zu trainieren. In seiner Diagnosefunktion wird er zuerst eingesetzt, um Bewegungen detailliert aufzuzeichnen. Betriebsarzt, Physiotherapeut und Nutzer analysieren die Daten gemeinsam, um darauf basierend neue Abläufe zu entwickeln. Zum Beispiel können die Nutzer kritische Bewegungsmuster durch andere ersetzen oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln vermeiden.

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Im zweiten Schritt hilft der Anzug bei der Umsetzung der Erkenntnisse. Er meldet etwa durch ein akustisches Warnsignal, wenn sein Träger die belastenden Bewegungen ausübt. Daraus ergibt sich für den geschulten Träger die Möglichkeit, seine Fehlhaltung zu erkennen und zu korrigieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen seines Förderschwerpunkts „Mensch-Technik-Interaktion im demografischen Wandel“. Sieben Partner aus der deutschen Industrie- und Wissenschaftslandschaft arbeiten dabei eng zusammen: Neben dem Verbundkoordinator Budelmann Elektronik sind dies das Rofa-Bekleidungswerk in Schüttorf, die Meyer Werft in Papenburg, die Johanniter-Unfall-Hilfe in Berne, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen, die Firma Offis in Oldenburg und die Hochschule Osnabrück. © hil/aerzteblatt.de

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