NewsVermischtesSensoranzug erfasst körperlicher Überbelastung im Beruf
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Sensoranzug erfasst körperlicher Überbelastung im Beruf

Donnerstag, 4. September 2014

Bremen – Einen Sensoranzug zur Messung von körperlichen Belastungen im Beruf haben Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz in Bremen (DFKI) zusammen mit Ingenieuren verschie­dener Industrieunternehmen entwickelt. Die Wissenschaftler wollen ihn jetzt bei Schweißern und Sanitätern testen.

Stark belastende Bewegungsabläufe in körperlich anstrengenden Berufen bergen bekanntlich ein erhebliches Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen. Der „Sensoranzug zur individuellen Rückmeldung körperlicher Aktivität“ (SIRKA) soll dabei helfen, Bewegungsmuster zu erfassen und danach neue Abläufe zu trainieren. In seiner Diagnosefunktion wird er zuerst eingesetzt, um Bewegungen detailliert aufzuzeichnen. Betriebsarzt, Physiotherapeut und Nutzer analysieren die Daten gemeinsam, um darauf basierend neue Abläufe zu entwickeln. Zum Beispiel können die Nutzer kritische Bewegungsmuster durch andere ersetzen oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln vermeiden.

Anzeige

Im zweiten Schritt hilft der Anzug bei der Umsetzung der Erkenntnisse. Er meldet etwa durch ein akustisches Warnsignal, wenn sein Träger die belastenden Bewegungen ausübt. Daraus ergibt sich für den geschulten Träger die Möglichkeit, seine Fehlhaltung zu erkennen und zu korrigieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen seines Förderschwerpunkts „Mensch-Technik-Interaktion im demografischen Wandel“. Sieben Partner aus der deutschen Industrie- und Wissenschaftslandschaft arbeiten dabei eng zusammen: Neben dem Verbundkoordinator Budelmann Elektronik sind dies das Rofa-Bekleidungswerk in Schüttorf, die Meyer Werft in Papenburg, die Johanniter-Unfall-Hilfe in Berne, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen, die Firma Offis in Oldenburg und die Hochschule Osnabrück. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Oktober 2020
Brüssel – Die Europäische Union (EU) will Arbeitnehmer besser vor arbeitsbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen schützen. Eine entsprechende Aufklärungskampagne startete die EU-Agentur für
EU: Mehr Schutz gegen arbeitsbedingte Muskel- und Skelettkrankheiten
6. Oktober 2020
Berlin – Bis Mitte September 2020 wurden 18.951 Berufskrankheiten im Zusammenhang mit COVID-19 angezeigt. Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben 8.171 von ihnen anerkannt, also rund 43
Knapp 19.000 Berufskrankheiten im Zusammenhang mit COVID-19 angezeigt
16. September 2020
Karlsruhe – Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) plädiert für eine Erhöhung der Einsatzzeiten in der Grundbetreuung und betriebsspezifischen Betreuung während der durch
Erhöhung der Einsatzzeiten für Betriebsärzte während Corona
7. September 2020
Teltow – Die Bundesregierung will eine Offensive für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz starten. Das kündigte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) heute an. „Wir werden das dieses Jahr
Bundesarbeitsminister Heil kündigt Offensive für psychische Gesundheit an
4. September 2020
Köln – Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegedienst sind im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung einem wesentlich höheren Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 ausgesetzt. Bei ihnen kann COVID-19
COVID-19: Berufs- und branchenbezogenes Erkrankungsrisiko
4. September 2020
Berlin – Der Arbeitsschutz in Pandemiezeiten ist ein vielbesprochenes Thema und wird branchenübergreifend diskutiert – so auch im und für das Gesundheitswesen. Das Kompetenznetz Public Health COVID-19
Empfehlungen zum Arbeitsschutz im Gesundheitswesen
2. September 2020
Berlin – In der Coronapandemie bekommt die Arbeitsmedizinische Betreuung einen noch höheren Stellenwert. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) auf einer
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER