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Medizin

Brandenburg: Neues KVRegioMed Zentrum soll Versorgung auf dem Land sichern

Freitag, 5. September 2014

Templin – Flexible Lösungen der Selbstverwaltung für eine „bestmögliche Versorgung von Patienten“, eine Fülle von Anreizen, Ärzte in unterversorgte Gebieten zu holen, und die „Zusammenarbeit zwischen ‚stationär‘ und ‚ambulant‘“ sind laut Bundesge­sund­heitsminister Hermann Gröhe (CDU) für die Optimierung der gesundheitlichen Versor­gung in strukturschwachen Gebieten wichtig.

Wie der Minister zur Eröffnung eines „KV RegioMed Zentrums“ am Sana Klinikum Templin in Brandenburg erläuterte, seien solche wegen Bevölkerungsrückgang, alternder Gesellschaft und kleinteiliger Besiedlung ergriffenen Aktivitäten auch Modellprojekte für andere Regionen der Bundesrepublik. Zwecks struktureller Weiterentwicklung plane der Bund einen Innovationsfonds für sektorenübergreifende Versorgungsstruktur-Projekte mit dem Ziel, diese bei Erfolg auch in die Regelversorgung zu überführen. Dazu wolle der Gesetzgeber allein 75 Millionen Euro für die Versorgungsforschung bereitstellen, damit auch knappe Ressourcen patientengerecht umgesetzt werden können.

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Das KV RegioMedZentrum soll die ambulante Versorgung älterer Patienten in der Region verbessern und langfristig sichern. „In der Uckermark ist mit einer Zunahme der über 65-jährigen in den nächsten 15 Jahren um 43 Prozent zu rechnen. Das bedeutet eine große Herausforderung für die ambulante wie stationäre Medizin und bedarf neuer Strukturen“, begründete Horst-Michael Arndt, Direktor des Sana Klinikums Templin, das Projekt. Das Zentrum bietet eine spezielle altersmedizinische Sprechstunde und ein geriatrisches Assessment, das den interdisziplinären Versorgungsbedarf der Patienten erfasst. Eine geriatrisch weitergebildete „agnes zwei“ -Fachkraft unterstützt die Ärzte des Zentrums.

„Unsere Schwerpunkte sind die Aktivierung und Mobilisierung älterer Menschen zur Stabilisierung ihrer Alltagskompetenz. Dafür ist eine professionelle Koordination aller Partner unter ärztlicher Leitung erforderlich“, erklärte Hans-Joachim Helming, Vorstands­vorsitzender der KV Brandenburg.

Die KV unterstütze die Versorgung der älteren Patienten in der Region zusätzlich mit einem Fahrdienst. Dieser hole die Patienten nach Bedarf an der eigenen Haustür ab, fahre sie zum KV RegioMed Zentrum und bringe sie nach der Behandlung wieder nach Hause.

Das KV RegioMed Programm ist ein von der KV Brandenburg entwickeltes Maßnah­menpaket, um die medizinische Versorgung, insbesondere in den ländlichen Regionen zu sichern. Es biete Ärzten Anreize, in versorgungsschwachen Gebieten des Landes Brandenburg tätig zu werden, ohne das finanzielle Risiko einer Niederlassung eingehen zu müssen.  © mn/aerzteblatt.de

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