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Ärzteschaft

Interaktives Online-Portal der KBV soll beim Bürokratieabbau helfen

Freitag, 5. September 2014

Berlin –  Um den Bürokratieabbau im Praxisalltag voranzutreiben, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ein Online-Portal ans Netz gebracht. Es soll Ärzten, Psycho­therapeuten und Körperschaft als Plattform für einen Erfahrungsaustausch dienen und Verbesserungspotenziale aufzeigen. Das Onlineforum „Mehr Zeit für Patienten“ steht im sicheren Netz der KVen zur Verfügung.

Die KBV ruft Praxen auf, sich aktiv an dem interaktiven Forum zu beteiligen. Maßnahmen zum Bürokratieabbau könnten häufig nur im Einvernehmen mit den Krankenkassen umgesetzt werden. „Je mehr Praxen sich beteiligen, desto höher der Druck“, unter­streicht die KBV. So seien beispielsweise in der Vergangenheit vermehrt Probleme mit den unterschiedlichen Auszahlscheinen der Krankenkassen beklagt worden. Inzwischen verhandelt die KBV mit den Kostenträgern über eine einheitliche Gestaltung und Vereinfachung der Formulare.  

Alle Ärzte und Psychotherapeuten mit einem KV-SafeNet- oder einem KV-FlexNet-Anschluss haben somit Zugang zum Onlineforum. Informationen und Daten sind optimal geschützt. Nach der Anmeldung im sicheren Netz geben Nutzer im Browser-Fenster die Adresse http://buerokratieabbau.kv-safenet.de ein

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Wie dringend der Bürokratieabbau ist, habe zudem eine Umfrage des Ärztemonitors 2014 unter mehr als 10.000 Niedergelassenen im ersten Halbjahr gezeigt. Demnach fehlt 66 Prozent der Befragten ausreichend Zeit für den Patienten. Dies und die ständig steigende Bürokratie sowie der wirtschaftliche Druck führen den Angaben zufolge dazu, dass 67 Prozent der Praxisärzte sich wünschen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. hil

© hil/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #672734
isnydoc
am Dienstag, 9. September 2014, 17:19

Bis heute keine Antwort?

Wozu braucht es eine Antwort?
Die "Praxisgebühr" fiel ersatzlos weg ... keiner will es nun gewesen sein?
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 7. September 2014, 22:24

Vorschläge zum Bürokratieabbau - Anrworten Fehlanzeige!

Genau auf dieser Webseite http://buerokratieabbau.kv-safenet.de habe ich am 31.10.2012 als Reaktion auf einen DÄ-Artikel "Weniger Bürokratie – mehr Zeit für Patienten" vom Dienstag, 30. Oktober 2012 meine Vorschläge platziert und zusätzlich meiner KVWL zur Kenntnis gegeben.

Unter dem Titel "KBV torpediert eigenen Bürokratieabbau?" habe ich im Deutschen Ärzteblatt kommentiert: "Drei Vorschläge an die KBV/KVen zum Bürokratieabbau in der GKV und bei den Vertragsärzten/-innen

1. Abschaffung der Praxisgebühr:
Nach Schätzungen des Nationalen Normenkontrollrates vom März 2012, der die Bundesregierung beim Bürokratieabbau kontrolliert und berät, kostet allein die Verwaltung der Praxisgebühr in den Vertragsarztpraxen rund 300 Millionen Euro pro Jahr.

2. Abschaffung der Krankengeldformulare:
145 Gesetzliche Krankenkassen (Stand 2. Quartal 2012) betreiben 145 individuelle Formulare für ihre Krankengeldzahlungen nach Ende der Lohnfortzahlung. Vom Arzt wird die schlichte Fortschreibung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) nach Muster 1 a abgefragt. Im EDV-Zeitalter müssen kleine Kästchen handschriftlich mit Krankheitsbeginn, Dauer, Wiedervorstellung, Ende der AU und Diagnoseverschlüsselung nach ICD-10 mühsam ausgefüllt werden. In vielen PKV-Unternehmen wird dieser anachronistische Unsinn auch praktiziert.

3. Vereinfachtes Vorschlagswesen:
Ende des überbürokratisierten Zugangs für Verbesserungsvorschläge über KV-SafeNet und die KBV. Verbesserungsvorschläge müssen offen vernetzt über die normalen Internet-Adressen kommuniziert werden können. Der diskriminierende A u s s c h l u s s von Kolleginnen und Kollegen o h n e eigenen KV-SafeNet- oder KV-FlexNet-Anschluss ist eine selbst geschaffene Bürokratiehürde zur Verhinderung von Verbesserungsvorschlägen!

Bis heute keine Antwort, keine Reaktion!
Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52227
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