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„Heidelberg Sepsis Pathway“ erleichtert richtiges Handeln unter Zeitdruck

Montag, 8. September 2014

Heidelberg – Der „Heidelberg Sepsis Pathway“ hilft Ärzten und Pflegepersonal dabei, Sepsispatienten schnell und angemessen zu versorgen. Der „Pathway“ ist eine Therapie­empfehlung mit Checklisten, die das Team der Anästhesiologischen Universitätsklinik nach internationalen Behandlungsleitlinien erarbeitet hat und die kontinuierlich auf den aktuellen Stand der Forschung gebracht wird.

„Unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Sepsis ist außerdem ein hervorragend geschultes und eingespieltes Team“, erläutert Stefan Hofer, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Anästhesiologischen Universitätsklinik Heidelberg im Vorfeld des Welt-Sepsis-Tages am 13. September.

Nur wenn Pflegende und Ärzte die Sepsis schnell diagnostizierten und sofort richtig reagierten, könnten sie den Patienten vor bleibenden Schäden oder Schlimmerem bewahren, hieß es aus der Universitätsklinik. Der Leitfaden schaffe Sicherheit und verhindere, dass im Notfall und unter Zeitdruck etwas übersehen oder zu spät in die Wege geleitet werde.

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Pro Jahr entwickeln rund 180.000 Menschen in Deutschland eine Sepsis – rund ein Drittel der Patienten stirbt trotz moderner intensivmedizinischer Versorgung an den Folgen der außer Kontrolle geratenen Infektion. Die Sepsis ist damit in Deutschland die dritthäufigste Todesursache, auf den Intensivstationen sogar die häufigste.

Sie entwickelt sich infolge schwerer Erkrankungen, beispielsweise einer Lungen­entzündung, infizierten Verletzungen oder nach großen Operationen. Gefährdet sind vor allem schwerkranke Patienten auf Intensivstationen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem – aber auch nicht vorgeschädigte Patienten können eine Sepsis entwickeln.

Seit 2012 findet am 13. September der Welt-Sepsis-Tag statt. Er soll mit Symposien und Informations-Kampagnen die Aufmerksamkeit aller Berufsgruppen aus dem medizi­nischen Bereich sowie der breiten Öffentlichkeit auf diese schwere und oftmals tödlich endende Erkrankung lenken. © hil/aerzteblatt.de

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