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Politik

AOK Plus und Uniklinik Leipzig schließen Versorgungsvertrag für Adipöse

Montag, 8. September 2014

Leipzig – Einen Vertrag „Leipziger Adipositasmanagement“ hat die AOK Plus mit der Universitätsklinik Leipzig geschlossen. Der Vertrag setzt auf eine fach- und sektoren­übergreifende Versorgung. Dazu sollen Krankenhausärzte, niedergelassene Ärzte, Therapeuten und Reha-Spezialisten Hand in Hand arbeiten. Die Koordination der Patienten übernehmen speziell ausgebildete Case-Manager des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositas-Erkrankungen Leipzig (IFB).

„Mit diesem exklusiven Angebot verbessern wir die Versorgung stark Übergewichtiger nachhaltig. Leider steigen die Zahlen auch bei Kindern und Jugendlichen stark an. Deshalb sind wir froh, dass dieser Vertrag auch hier hochwertige und nachhaltige Behandlungsmöglichkeiten mit einer sorgfältigen dreijährigen Nachbetreuung durch die Case-Manager schafft“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Plus, Rainer Striebel.

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Multimodale Therapieprogramme erforderlich
„Der Kampf gegen Adipositas muss an vielen Fronten erfolgen und erfordert multimodale Therapieprogramme“, erklärte Wolfgang Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitäts­klinikums Leipzig. Eine solche ganzheitliche Therapie fördere der neue Vertrag zur integrierten Versorgung bei Adipositas. Er sehe verschiedene Module der Behandlung vor. Diese sind laut Fleig miteinander verzahnt und reichen von der Ernährungs- und Bewegungstherapie bis zur psychologischen Betreuung. In medizinisch begründeten Fällen könne auch ein chirurgischer Eingriff erfolgen, an den sich eine individuelle Nachsorge anschließe.

Kosten-Nutzen-Analysen geplant
Die wissenschaftliche Begleitung des zunächst fünf Jahre laufenden Vertrages erfolgt durch das Universitätsklinikum Leipzig und das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte IFB. „Dabei stehen nicht nur die individuellen körperlichen Daten im Mittelpunkt der Betrachtungen, sondern auch gesundheitsökonomische Parameter wie Arbeitsfähigkeit oder Kosten-Nutzen-Analysen“, sagte Henry Hasenpflug, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. © hil/aerzteblatt.de

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