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Ärzteschaft

Neue Bedarfsplanung verbessert Hausarzt-Versorgung in Nordrhein

Montag, 8. September 2014

Düsseldorf – Die neue Bedarfsplanung hat die hausärztliche Versorgung in Nordrhein verbessert. Allerdings bleiben grundsätzliche Finanzierungsprobleme ungelöst. Das berichtet die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Landesteils.

Die neue Bedarfsplanung ermöglicht eine kleinräumigere und genauere Planung. Das soll dazu beitragen, Lücken innerhalb der ambulanten ärztlichen Versorgung zu schließen. In Nordrhein waren nach den neuen Berechnungen 105,5 zusätzliche Hausarztsitze notwendig, um Versorgungslücken zu schließen und einen Versorgungs­grad von 100 Prozent zu erreichen. 57,5 dieser Hausarztsitze konnte die KV seit Juli 2013 bereits besetzen, 48 neue Hausärzte vorwiegend für den ländlichen Raum werden noch gesucht.

Gegen den Bundestrend
„Unsere Versorgungslücke hat sich binnen eines Jahres halbiert. Es gibt jetzt deutlich weniger schlecht versorgte und mehr gut versorgte Gebiete in Nordrhein – damit stemmen wir uns klar gegen den Bundestrend“, sagte Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein. Die kleinräumigere Planung habe bewirkt, was beabsichtigt war: Gut versorgte Gebiete blieben gesperrt, damit sich neue Hausärzte gezielt in den Regionen ansiedelten, wo sie am meisten gebraucht würden.

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Von drei Regionen mit einem Versorgungsgrad von unter 75 Prozent ist laut Potthoff nur noch eine übrig geblieben. „Wir haben die neue Bedarfsplanung dazu genutzt, Versorgungslücken zu schließen und relativ schnell Ärzte gefunden, die die zusätzlichen Sitze in Anspruch genommen haben“, so der KV-Vorstandsvorsitzende.

Finanzierungsprobleme bleiben ungelöst
Problematisch sei allerdings die Finanzierung: „Es kann nicht sein, dass wir die Versorgung verbessern, ohne zusätzliche finanzielle Mittel für die neuen Ärzte zu erhalten“, so Potthoff. Dies wiege umso schwerer, weil für die Versorgung der Versicherten in Nordrhein bereits seit Jahren weniger Geld zur Verfügung steht als in anderen Bundesländern – und damit auch weniger Honorar für die niedergelassenen Ärzte und Therapeuten.

Potthoff betonte außerdem, dass es trotz der positiven Entwicklung langfristig schwierig werde, die ambulante Versorgung auf dem heutigen Niveau zu halten. Der Anteil der Hausärzte, die über 60 Jahre alt sind, ist laut der KV in den letzten fünf Jahren in Nordrhein von 16 auf 27 Prozent gestiegen. „Wir müssen deshalb weiterhin verstärkt den hausärztlichen Nachwuchs sichern“, so Potthoff. © hil/aerzteblatt.de

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