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Ärzteschaft

KV Bayerns warnt vor Blutvergiftung

Freitag, 12. September 2014

München – Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am 13. September auf die Gefahren durch Blutvergiftung hinge­wiesen. Die Blutvergiftung sei eine der gefährlichsten Krankheiten weltweit, so die KVB-Vorstände Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Ilka Enger.

Mit zirka 60.000 Todesfällen pro Jahr ist die Erkrankung der KVB zufolge die dritt­häufigste Todesursache in Deutschland. Denn wird die Blutvergiftung nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu einem septischen Schock mit Organversagen und im schlimmsten Fall zum Tod kommen.

Deshalb gilt: Je schneller im begründeten Verdachtsfall auf eine bakterielle Sepsis die richtige Antibiotikatherapie eingeleitet wird, desto besser sind die Chancen des Patienten. Eine rechtzeitig begonnene Sepsistherapie könne Leben retten und die Gefahr bleibender Folgeschäden, wie chronisches Organversagen, Nerven- und Muskelschädigungen oder auch psychischer Störungen vermindern, so die Vorstände.

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Jedoch sei es nicht einfach, die Sepsis im Frühstadium zu erkennen, da viele Krankheit­sanzeichen wie Fieber oder Schüttelfrost, erhöhter Puls, niedriger Blutdruck, beschleu­nigte Atmung und schlechter werdender Allgemeinzustand auch auf eine Reihe anderer Krankheiten hindeuten können. Der KVB-Vorstand rät daher, bei Patienten, bei denen solche Symptome gemeinsam auftreten, frühzeitig an die Sepsis zu denken und die erforderliche ärztliche Therapie zu beginnen.

Die KVB geht zudem von einer steigenden Zahl von Betroffenen in den nächsten Jahren aus. Verantwortlich seien die immer älter werdenden Bevölkerung, der Anstieg von Risiko-Eingriffen und die Verbreitung von resistenten und vermehrt aggressiven Bak­terien. Die KVB will deshalb ihre Initiativen zur Bekämpfung der Sepsis weiter ausbauen. © hil/aerzteblatt.de

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