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Ärzteschaft

Mehr Hausärzte in Nordrhein

Montag, 15. September 2014

Düsseldorf – Die hausärztliche Versorgung in Nordrhein hat sich seit Einführung der neuen Bedarfsplanung verbessert. Das zeigen aktuelle Zahlen zur hausärztlichen Versor­gung im Rheinland, die der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nord­rhein (KVNO) der Ver­tre­ter­ver­samm­lung Mitte September (VV) präsentierte. Dabei stellte Peter Potthoff dar, dass von 105,5 neuen Hausarztsitzen, die zur Schließung von Versor­gungslücken notwendig sind, innerhalb eines Jahres 57,5 besetzt werden konnten.

„Unsere Versorgungslücke hat sich binnen eines Jahres halbiert, es gibt jetzt deutlich weniger schlecht versorgte und mehr gut versorgte Gebiete in Nordrhein“, so der KV-Chef. Die neuen Planungsregionen für Hausärzte, sogenannte Mittelbereiche, die Anfang 2013 eingeführt wurden, hätten sich positiv auf die  Versorgung mit Hausärzten ausgewirkt.

Die kleinräumigere Planung von Hausarztsitzen bewirke genau das, was beabsichtigt war: Gut versorgte Gebiete bleiben gesperrt, damit sich neue Hausärzte gezielt in den Regionen ansiedeln, wo sie am meisten gebraucht werden. Von drei Regionen mit einem Versorgungsgrad von unter 75 Prozent ist laut KV nur noch eine übrig geblieben. In 33 Regionen, die einen Versorgungsgrad von unter 100 Prozent aufwiesen, konnte die Versorgungslage verbessert werden. „Wir haben die neue Bedarfsplanung dazu genutzt, Versorgungslücken zu schließen und relativ schnell Ärzte gefunden, die die zusätzlichen Sitze in Anspruch genommen haben“, so Potthoff.

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Hoffnung auf ein Ende der Benachteiligung Nordrheins bei den Mitteln für die vertrags­ärztliche Versorgung äußerte Potthoff aufgrund der jüngsten Entwicklung auf Bundes­ebene. Demnach will die Bundesregierung im Rahmen des Versorgungs­struktur­gesetzes II prüfen, ob unbegründete regionale Unterschiede bestehen. „Da der Weg einer Verhandlungslösung durch das jüngste Urteil des Bundessozialgerichts versperrt ist, bleibt nur eine gesetzliche Lösung, die uns in die Lage versetzt, so zu verhandeln, dass wir den vorletzten Platz im Bundesvergleich verlassen“, sagte Potthoff.

Insbesondere die Fachärzte in Nordrhein bekämen die fehlenden Mittel zu spüren – verschärft durch eine hohe Facharztdichte: „Die Honorarentwicklung vor allem im fachärztlichen Sektor ist in Nordrhein weiterhin desaströs, anders als im hausärztlichen Bereich“, sagte VV-Vorsitzender Frank Bergmann. Die weit offene Schere zu den übrigen Bundesländern und dem Bundesdurchschnitt bleibe. „Der aktuelle Honorarabschluss der KBV kann dieses Problem in keiner Weise mildern“, so Bergmann. Das Gegenteil sei der Fall: „Mit jeder Erhöhung der Honorare wird die Schere größer, da wir auf einer viel niedrigeren Basis aufsetzen“, erklärte der VV-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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