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Sachsen: Gesundheitsausgaben steigen schneller als Zahl der Beschäftigten

Montag, 15. September 2014

dpa

Kamenz – Während die Ausgaben des sächsischen Gesundheitswesens von 2008 bis 2012 um 17,4 Prozent anstiegen, wuchs die Anzahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum lediglich um knapp ein Zehntel. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates hervor. Insgesamt betrugen 2012 die Gesundheits­ausgaben pro Einwohner Sachsens 3.764 Euro. Das waren 112 Euro mehr als 2011 und sogar 678 Euro mehr als 2008. Der Freistaat lag damit 2012 bei den Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitswesen leicht über dem Bundesdurchschnitt von 3.740 Euro.

Dem Landesamt zufolge entfielen fast zwei Drittel der Ausgaben auf die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung. Den zweitgrößten Anteil (11,3 Prozent) finanzierte die soziale Pflegeversicherung. Deren Ausgaben betrugen pro Kopf 425 Euro. Insbesondere bei der Ausgabenentwicklung in der sozialen Pflegeversicherung werde das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung deutlich, so die Statistiker. Die Ausgaben der anderen Träger wuchsen dagegen nur um durchschnittlich 2,6 Prozent.

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Größter Arbeitgeber im Gesundheitswesen waren laut Landesamt die Krankenhäuser mit über 20 Prozent aller Beschäftigten. Allerdings stieg die Zahl der Beschäftigten hier zwischen 2008 und 2012 mit plus sechs Prozent nur moderat. Dagegen liegen die Zuwachsraten in der Ambulanten Pflege bei 28 Prozent beziehungsweise bei der teilstationären und stationären Pflege bei 17,7 Prozent. Zudem erwies sich der Gesundheitsbereich dem Amt zufolge weiterhin als Frauendomäne – drei von vier Beschäftigten waren weiblich. © hil/aerzteblatt.de

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