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Ausland

Liberia bittet Bundesregierung um Hilfe im Kampf gegen Ebola

Montag, 15. September 2014

In Lieberias haupstadt Monrovia wird die Bevölkeung auch mit Hilfe von Plakaten informiert /dpa

Berlin – Liberia hat die Bundesregierung um Hilfe beim Kampf gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus gebeten. „Ohne mehr direkte Hilfe von Ihrer Regierung werden wir diese Schlacht gegen Ebola verlieren“, warnte Liberias Staatspräsidentin Ellen Johnson-Sirleaf in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das der taz vom Dienstag vorliegt.

Konkret fordert Johnson-Sirleaf den Aufbau und Betrieb von mindestens einer Ebola-Behandlungsstation in der liberianischen Hauptstadt Monrovia, die Wiederherstellung der Grundversorgung in zehn Nicht-Ebola-Krankenhäusern außerhalb der Hauptstadt sowie eine Luftbrücke, um medizinisches Personal und Ausrüstung aus dem Ausland nach Liberia zu transportieren.

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„Kanzlerin, bei der gegenwärtigen Übertragungsrate haben nur Regierungen wie die Ihre die Ressourcen und Mittel, um im zur Eindämmung nötigen Tempo zu handeln“, so die Präsidentin in ihrem Appell, der auf den 9. September datiert ist.

Ein Regierungssprecher in Berlin sagte der taz, das Schreiben liege vor und „eine Antwort wird in den nächsten Tagen erfolgen“. Die Bundesregierung verfolge die Entwicklung in Westafrika „mit Sorge und Anteilnahme“. Sie habe bisher rund 2,7 Millionen Euro für den Kampf gegen Ebola in Westafrika zur Verfügung gestellt und weitere 9 Millionen Euro zugesagt. Nach Angaben der Zeitung hat das liberianische Präsidialamt ähnliche Schreiben mit der Bitte um Hilfe an Australien, Brasilien, China, Indien, Japan, Kuba, Russland, Südafrika und die USA geschickt.

USA stockt Hilfszahlungen auf
US-Präsident Barack Obama will einem Zeitungsbericht zufolge die Hilfen für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika aufstocken. Das Weiße Haus bestätigte am Montag, dass Obama beim Kongress zusätzliche 88 Millionen Dollar (68 Millionen Euro) beantragt habe. Die Mittel sollen als Teil eines Haushaltsgesetzes bewilligt werden, über das Senat und Repräsentantenhaus noch in dieser Woche abstimmen könnten.

Mit den Mitteln sollen demnach zusätzliche Feldlazarette aufgebaut sowie Ärzte und Gesundheitsexperten in die betroffenen Länder geschickt werden. Außerdem seien weitere Medikamentenlieferungen geplant. Laut Wall Street Journa will Obama die Initiative am Dienstag bei einem Besuch bei der Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta im Bundesstaat Georgia vorstellen. © kna/afp/aerzteblatt.de

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