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Medizin

Studie: Meditation könnte gegen Migräne helfen

Mittwoch, 17. September 2014

dpa

Winston-Salem – Die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, eine in den USA verbreitete Form der Meditation, hat in einer randomisierten Studie in Headache (2014; doi: 10.1111/head.12420) bei Migränepatienten die Zahl der monatlichen Attacken gesenkt und die Schmerzdauer vermindert.

Stress gilt als Trigger für Migräne-Attacken, doch die Möglichkeiten, den Schmerz­attacken durch stressvermeidende Therapien vorzubeugen, sind wenig untersucht. Eine in den USA verbreitete Behandlung ist die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction, MBSR), die einige Yoga-Techniken in einer für Amerikaner und Europäer erträglichen „Light“-Variante lehrt. Am Wake Forest Baptist Medical Center wurde die MBSR jetzt, wie es scheint erstmals, in einer randomisierten klinischen Studie an Personen untersucht, die regelmäßig unter Migräne-Attacken litten.

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Die Studie hatte nur 19 Teilnehmer, von denen zehn insgesamt acht Unterrichtsstunden in der MBSR erhielten, während die übrigen neun Patienten der Kontrollgruppe die übliche medizinische Betreuung erfuhren. Nach den Kursen sollten die MBSR-Teilnehmer die Meditationen für 45 Minuten am Tag an fünf Tagen der Woche durchführen. Die Teilnehmer gaben später an, dass sie im Durchschnitt 35 Minuten am Tag meditieren, was aus Sicht von Studienleiterin Rebecca Erwin Wells eine exzellente Adhärenz ist.

Der „Fleiß“ der Teilnehmer wurde durch eine Senkung der Migränerate um 1,4 Attacken pro Monat belohnt. Die Attacken waren um 2,9 Stunden kürzer und der Schweregrad der Schmerzen war auf einer Skala von 0 bis 10 um 1,3 Punkte niedriger. Die Teilnehmer gaben eine verminderte Beeinträchtigung durch die Migräne (im Migraine Disability Assessment and Headache Impact Test) an. Die Werte zur „Selbstwirksamkeits­erwartung“ und „Achtsamkeit“ waren angestiegen.

Auch wenn die Ergebnisse insgesamt positiv waren, kann die Studie die Wirksamkeit nicht beweisen. In den meisten Endpunkten wurde keine statistische Signifikanz erreicht, was aber bei einer Studie an gerade einmal 19 Personen auch nicht zu erwarten war. Die US-Neurologen planen deshalb weitere Studien mit einer größeren Teilnehmerzahl.

© rme/aerzteblatt.de

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