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Vermischtes

Arbeitsbe­dingungen von Menschen mit Behinderung sind verbesserungs­bedürftig

Donnerstag, 18. September 2014

dpa

Berlin – Nur die Hälfte der Beschäftigten, die eine Behinderung haben, arbeiten an einem behindertengerecht ausgestatteten Arbeitsplatz – obwohl eigentlich ein Rechts­anspruch darauf besteht. Das ist ein Ergebnis einer von Verdi in Auftrag gegebenen Sonderauswertung der Umfrage zum Index Gute Arbeit des Deutschen Gewerkschafts­bundes, die Verdi-Bundesvorstandsmitglied Eva M. Welskop-Deffa und die Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele heute in Berlin vorstellten.

Der Umfrage zufolge  gehen ferner nur  37 Prozent der Beschäftigten mit Behinderung davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente durch­halten können – 52 Prozent dagegen rechnen dezidiert nicht damit. 20 Prozent der Beschäftigten mit Behinderung haben sich diese durch ihre Arbeit zugezogen; in der Gruppe der über 50-Jährigen beträgt der Anteil 26 Prozent.

„Die Befragten haben deutlich gemacht, dass sie ihre eigenen Arbeitsbedingungen als nicht zufriedenstellend einschätzen“, sagte Bentele. Deswegen sei es wichtig, die Schwer­­behindertenvertretungen in den Betrieben zu stärken. Die gesamte Gesellschaft müsse sich noch konsequenter als bisher für die Umsetzung der UN-Behindertenrechts­konvention einsetzen, erklärte die Bundesbehindertenbeauftragte.

2009 trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Hier leben mehr als sieben  Millionen Menschen, die als Schwerbehinderte anerkannt sind. Hinzu kommen 2,5 Millionen Menschen mit einem weniger starken Grad der Behinderung. Zwölf Prozent der Bevölkerung zählen damit hierzulande zu den Menschen mit Behinderung, etwa ebenso viele Frauen wie Männer. Unter den Schwerbehinderten gelingt fast einer Million die Teilhabe am Erwerbsleben als Beschäftigte.

Die zentralen Ergebnisse der bundesweiten Repräsentativumfrage 2014, basierend auf den Angaben von mehr als 4.000 Beschäftigten, sollen im Dezember 2014 in einem Report veröffentlicht werden. © ER/aerzteblatt.de

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